Keine US-Rennen: Tiroler Skirennläuferin Franziska Gritsch ungeimpft

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Keine Impfung, keine US-Einreise für Franziska Gritsch.
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Innsbruck – Die Tiroler Skirennläuferin Franziska Gritsch wird nicht bei den Weltcup-Rennen am kommenden Wochenende in Killington antreten. Wie die Ötztalerin gestern in einem Social-Media-Posting bekannt gab, sei sie nicht geimpft. Die USA verbieten aber bis auf medizinische Ausnahmefälle die Einreise von nicht geimpften Athleten.

„Das Leben führt uns zu Kreuzungen, wo wir Entscheidungen treffen müssen. Meine Entscheidung ist, dass ich aktuell nicht geimpft bin. Ich denke, es ist eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung und wünsche mir, dass diese akzeptiert und auch respektiert wird“, schrieb die 24-Jährige.

Noch am Sonntag hatte FIS-Renndirektor Peter Gerdol gegenüber der TT erklärt, dass die Impfpflicht bei der US-Einreise keinen betreffe, er habe keine Infos erhalten, dass jemand nicht komme: „Es sind nur einige Service-Männer und Assistenz-Trainer betroffen.“

Gritsch, in der Vorsaison dreimal in den Top Ten im Slalom-Weltcup, ist nun die erste ÖSV-Skirennläuferin, die aufgrund der fehlenden Impfung nicht antreten kann und sich öffentlich dazu äußerte. Es sei nicht die leichteste Entscheidung gewesen, erklärte sie, „aber wenn ich etwas aus meiner Vergangenheit gelernt habe: Steh hinter dem, wovon du überzeugt bist, bleib dir selber treu und sei du selbst. Als Mensch, als Spitzensportlerin und als Charakter.“

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Für ungeimpfte Sportler dürfte es auch schwer werden, bei Olympia im Februar anzutreten. In China gilt aktuell: Wer nicht geimpft ist, muss nach der Einreise drei Wochen in Zwangs-Quarantäne. (sab)


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