Plus

Kinder ohne Maske kosteten Job bei der Stadt Kufstein

Vertrag mit Leiterin des Kufsteiner Ferienexpress aufgekündigt. Eltern bemängelten zu lockere Einhaltung der Corona-Vorschriften.

  • Artikel
  • Diskussion
Der Mund-Nasen-Schutz bei der Ferienbetreuung sorgt für einige Aufregung in Kufstein. Archivfoto: istock/South_agency

Von Wolfgang Otter

Kufstein – Ferienzeit ist für berufstätige Eltern nicht immer nur schön und entspannend. Oft genug lautet die Frage: Wohin mit den Kindern, um eine gute Betreuung und abwechslungsreiche und spannende Zeit zu gewährleisten? In Kufstein hat sich dafür der Ferienexpress etabliert. Tausende Kinder haben seither das Programm genutzt. Relativ knapp vor den Weihnachtsferien kam jetzt der große Knall. Hannelore Meraner, die das Angebot für die Stadt organisierte und abwickelte, wurde von der Stadtgemeinde der Vertrag aufgekündigt. „Es ist mir schwergefallen, meinen Ohren zu trauen, die Worte zu verstehen und deren Sinn zu erfassen! Es war eine lange Zeit, in der ich die Kinder Kufsteins durch die Ferien begleitet habe“, teilte sie auf der offiziellen Facebookseite des Ferienexpresses mit. Die Reaktionen der Eltern fielen von traurig, wütend bis bedauernd aus.

Aber es gab auch Eltern, die anderer Meinung waren, wie Meraner gegenüber der TT einräumen muss. Diese hatten nämlich offensichtlich mit Meraners Umgang mit Corona wenig Freude. Daher gab es Beschwerden, wie Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreie) berichtet. Die Ferienexpress-Leitung habe es nicht besonders ernst mit den Vorschriften genommen.


Kommentieren


Schlagworte