Kein Wort zu viel: Auszeichnung für Christoph W. Bauer

Die Stadt Innsbruck prämiert den Dichter Christoph W. Bauer.

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Sprachkünstler: Christoph W. Bauer.
© Aichner

Innsbruck – Der Lyriker und Erzähler Christoph W. Bauer erhält für sein bisheriges Gesamtwerk den Preis für künstlerisches Schaffen der Stadt Innsbruck. Die Auszeichnung ist mit 12.000 Euro dotiert und wird im jährlichen Wechsel in den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik vergeben.

Bauer, Jahrgang 1968, lebt und arbeitet in Innsbruck. Er wurde bereits vielfach ausgezeichnet – 2015 etwa erhielt er den Tiroler Landespreis für Kunst und den Outstanding Artist Award des Bundes. Zuletzt veröffentlichte er den Roman „Niemandskinder“. Sein neuer Gedichtband „an den hunden erkennst du die zeiten“ ist für Februar 2022 angekündigt.

Christoph W. Bauers umfangreiches Werk – es umfasst Lyrik, Prosa, Essays, Hörspiele und Übersetzungen – sei „Sprachkunst“, heißt es in der Jurybegründung, „kein Wort zu viel, kein Wort außerhalb seines Erzählrhythmus“. Entsprechend „seiner Wertschätzung der Weltliteratur gegenüber“ nehme sich Bauers „Sprache zurück, prescht vor, lotet aus, verstört, ist abstrakt und bildhaft. Denn Bauer bleibt ein Zweifelnder, so heißt die Titelzeile eines seiner Gedichte: ‚fremd bin ich eingezogen unter meine haut‘.“ (TT)

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