Wird Mädchen aus Wien doch nicht abgeschoben?

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Eine Petition im Internet haben mehrere tausend Menschen unterzeichnet.
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Wien – Erneut bewegt die beabsichtigte Abschiebung eines Mädchens. Schülerinnen und Schüler eines Wiener Oberstufenrealgymnasiums hatten sich an die Volkshilfe gewandt, mit dem Begehren, ihren „Offenen Brief“ an ÖVP-Innenminister Karl Nehammer zu unterstützen. Mitschülerin Ajla, die seit fünf Jahren in Österreich lebt, soll Mitte Dezember abgeschoben werden. „Das Wohl eines Kindes ist unantastbar. Egal, ob es Peppi, Sarah oder Mohammed heißt“, befand der Präsident der Volkshilfe Wien, Ex-Bürgermeister Michael Häupl: „Kinderabschiebungen sind Grauslichkeiten, die es sofort abzustellen gilt. Besonders in Zeiten einer Pandemie sollte die Politik andere Prioritäten setzen, als gut integrierte Kinder außer Landes zu schaffen.“ Eine Petition zur Causa gibt es, mehrere tausend Bürger haben sie unterschrieben. Landesschulsprecherin und Schulkollegin Maria Marichici sagt, Ajla sei 2016 mit Eltern und zwei Geschwistern aus Serbien nach Österreich gekommen. Sie sei „eine der besten Schülerinnen“. Ihre Noten seien „besser als die vieler mit Deutsch als Muttersprache“.

Der Fall wurde österreichweit auch insofern bekannt, als sich Schüler während eines ORF-Interviews mit Schuldirektor Christian Hofmann zum Lockdown hinter diesem platzierten. Mit Transparenten mit der Aufschrift „Nein zur Abschiebung – Gerechtigkeit für Ajla“. Laut TT-Informationen soll das Mädchen doch nicht abgeschoben werden. „Humanitäres Bleiberecht“ könnte die 18-Jährigevom Innenministerium bekommen. Die Bestätigung steht aus. (kale)


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