Treffen mit alten Bekannten: Foda ohne Wunschgegner bei Play-off-Auslosung

Mit allen sechs möglichen WM-Play-off-Gegnern machte der ÖFB in den vergangenen Jahren Erfahrungen. Heute (17 Uhr, live ORF 1) wird in Zürich gelost.

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Teamchef Franco Foda (l.) und Sportdirektor Peter Schöttel analysieren die möglichen Play-off-Gegner für das ÖFB-Team.
© BARBARA GINDL

Von Tobias Waidhofer

Zürich – Das Warten hat ein Ende. Heute um knapp 18 Uhr weiß Fußball-Österreich, über wen der Weg zur WM in Katar 2022 (21. November bis 18. Dezember) führen wird, wenn es im März in hoffentlich zwei Play-off-Spielen um alles geht. Die sechs möglichen Hürden könnten dabei in drei unterschiedlichen Kategorien eingeordnet werden:

N wie Nein, danke: Man braucht kein großer Experte zu sein, um zu erahnen, dass sich niemand im ÖFB Portugal oder Italien als Gegner wünschen wird. Beide sind nach den enttäuschenden zweiten Plätzen in ihren Gruppen zwar angeschlagen, beide – vor allem die Portugiesen – haben aber einen Spieler-Pool zur Auswahl, der wohl auch Teamchef Franco Foda den Angstschweiß auf die Stirn treiben würde.

G wie gute Erinnerungen: Zwei mögliche Gegner heißen Russland und Schweden. Zwei Teams, die mindestens auf Augenhöhe mit den Österreichern kicken. Aber auch zwei Mannschaften, die schöne Erinnerungen wecken. Jeweils 1:0 siegte das ÖFB-Team auf dem Weg zur EM 2016 in Wien und Moskau gegen die Russen. Die Skandinavier waren ebenfalls ÖFB-Gegner am Weg nach Frankreich. Einem 1:1 in Wien folgte ein 4:1-Fußballfest der Österreicher in Stockholm.

© APA

Bei beiden Teams stehen aktuell zwei streitbare Stürmer im Blickpunkt: Zlatan Ibrahimovic (SWE) fehlt im ersten Play-off-Spiel gesperrt, Artem Dzyuba (RUS) wurde zuletzt gegen Kroatien gar nicht erst nominiert. Duelle mit diesen beiden Teams wären – je nach Heimrecht – eine 50/50-Angelegenheit.

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J wie Ja, bitte: Auch wenn Österreich die WM-Qualifikationsgruppe F sieben Punkte hinter Schottland abschloss, wären die „Bravehearts“ ein durchaus angenehmer Gegner. Natürlich müsste sich Österreich steigern, aber das gilt nach den – gelinde gesagt ausbaufähigen – Leistungen in der Quali ohnehin ganz allgemein.

In einer ähnlichen Preisklasse wie die Schotten sind auch die Waliser einzuordnen. Viel hängt an den verletzungsanfälligen Stars Gareth Bale (Real) und Aaron Ramsey (Juve) – der Rest ist nicht mehr als guter Premier-League-Durchschnitt.

Als ungesetztes Team wird Österreich sein Halbfinale definitiv auswärts absolvieren, das Heimrecht für ein mögliches Finale wird gelost. Die ÖFB-Chancen leben – aber liegen auch in den Händen der Losfee.


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