80 Footballer stehen bei den Raiders ante portas, Telfs künftig in der AFL

Der ELF-Wechsel hat bei den Swarco Raiders einen Hype ausgelöst. Die Telfs Patriots steigen in die AFL auf.

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Neue Vorzeichen: Die zweite Mannschaft der Swarco Raiders (schwarz) wird nun in der heimischen Liga AFL auf die Telfs Patriots treffen.
© Kristen

Innsbruck – „Believe the Hype“ lautet der Buchtitel von Ex-Footballer Patrick Esume. Übrigens ist der Hamburger auch der Boss der European League of Football (ELF), die 2022 mit den Swarco Raiders und den Vienna Vikings über die Bühne gehen wird. Und der Eintritt in die internationale Liga hat bei den Tirolern einen regelrechten Hype in Sachen neuer Spieler ausgelöst. In der Austrian Football League (AFL) werden mit den Raiders II und den Telfs Patriots gleich zwei Tiroler Vereine am Start sein.

„Es ist so aufregend“, holte gestern Raiders-Headcoach Kevin Herron aus. „Die ELF als Liga hat voll eingeschlagen, es ist ein großer Ruck durch den gesamten Verein gegangen.“ Sogar die Freizeit wurde parallel weniger. Denn hatten sich früher ca. sieben bis zehn Spieler insgesamt angeboten, stehen aktuell 80 Footballer ante portas. Tendenz weiter steigend: „Es melden sich Spieler aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, Polen, Tschechien, Dänemark, Großbritannien, den USA und ein Kanadier ist auch dabei.“

Das hat einen Grund: Durch die Bestimmungen der ELF darf jedes Team zusätzlich acht europäische und zwei Footballer aus Übersee im Team aufnehmen. Herron: „Auch in Wien bieten sich etliche an. Die wissen genau, was für eine Qualität die beiden österreichischen Clubs haben.“

Am Sonntag findet das Try-out der Raiders statt. Aufgrund des Lockdowns allerdings nur online. Aber das sieht der Headcoach nicht als Problem. Man hat die Vorgaben für die Videos genau erklärt. Einzig das persönliche Gespräch fehlt Coach Herron: „Das werde ich nachholen, denn der Charakter ist für mich ein ganz wichtiger Teil.“

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Der Andrang der Footballer hat auch dafür gesorgt, dass man bei den Raiders in Sachen Scouting eine eigene Arbeitsgruppe gebildet hat. Und auch die zweite Mannschaft, die in der AFL unter Headcoach Florian Grein antreten wird, könnte profitieren. Herron: „Wir bekommen komplett eine andere Tiefe als bisher. Dadurch bekommen die Talente mehr Zeit, in der AFL zu reifen, bevor es in die ELF geht. Wir sind dem AFBÖ dankbar, dass man uns den Weg in die ELF nicht verbaut hat.“ Bei dem Tiroler Football-Vorzeigeclub hat man nun ein nationales wie auch internationales Spiel-Angebot.

Apropos AFL – die hat, wie angekündigt, die Liga auf zehn Teams angehoben. Neben den zweiten Teams der Raiders und der Vikings sind aus Tiroler Sicht noch die Telfs Patriots dazugekommen. Bei den Patriots zeigt man sich stolz und überglücklich, nachdem man 2008 erstmals am Ligabetrieb teilnahm. Der Coaching Staff rund um Nick Kleinhansl ist ambitioniert und will nicht nur dabei sein.


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