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Staria Bus: Die Revolte im Kleinbussegment

Der Anspruch an Großraumlimousinen beschränkte sich bisher vor allem auf Fahrbarkeit und viel Platz. Der neue Staria Bus legt zusätzlich Wert auf Gediegenheit, Fahrkomfort und ansprechende Formensprache.

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Ein Blickfang für viele: Der Staria Bus von Hyundai hat viele Tirolerinnen und Tiroler interessiert, allein vom Design her.
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Von Markus Höscheler

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Obernberg – Normalerweise sind es Sportwagen, die überdurchschnittlich die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer, egal, welchen Alters, anziehen. Dieses Mal war es anders, wir fuhren ein 5,25 Meter langes Derivat der Hyundai-Nutzfahrzeugabteilung, den neuen Staria Bus. Der gilt als Nachfolger des Starex, hat aber nicht einmal annähernd dessen grobschlächtig wirkenden Auftritt. Es passierte immer wieder, dass ausgestreckte Daumen in unsere Richtung gestreckt wurden, dass Passanten ums geparkte Auto herumschlichen und den Fahrer neugierig auf die Großraumlimousine ansprachen. Warum sie das taten, lässt sich rasch sagen: Allein die Front erweckt bereits die Neugier, der überaus breite, rechteckige Kühlergrill, darüber eine ausgesprochen schmale Lichtleiste, eine kurze, steil ansteigende und fließend in die Windschutzscheibe übergehende Motorhaube sind Belege für die Sogwirkung. Auch die Seitenansicht hat es mit einem speziellen Kniff in sich – man beachte die untere Fensterlinie im Bereich des Außenspiegels.

Was der Staria außen verspricht, hält er glücklicherweise erst recht innen, jedenfalls in der hier gefahrenen Luxury-Line-Ausführung. Die Seitentüren gehen vollelektrisch auf und zu, die lounge-artigen Sitze der zweiten Reihe lassen sich in alle möglichen Richtungen verstellen und auch längs verschieben, die hintere Sitzbank wartet mit drei großzügig bemessenen Plätzen für die Fahrgäste auf. Für ein tolles Raumgefühl sorgt das dreifach geteilte Glasdach, das sich teils öffnen lässt. Den Fahrer erfreuen ein volldigitales Instrumentarium und ein leuchtstarker Touchscreen auf der Mittelkonsole. Nicht nur die Augen kommen auf ihre Kosten: Den empfindsamen Hörnerven zu Diensten ist eine Bose-Soundanlage mit zwölf Lautsprechern. Fürs Wohlgefühl sorgte eine Klimaautomatik, die überdies den individuellen Bedürfnissen der Passagiere in der zweiten Reihe entgegenkommt.

Aus den bisherigen Zeilen lässt sich herauslesen: Der Staria Bus beeindruckt schon im Stand in vollen Zügen – jedoch begegnen wir ihm misstrauisch bezüglich Fahrverhalten, denn zumeist bringen Großraumlimousinen einen eher eingeschränkten Fahrkomfort mit sich. Der Staria Bus dagegen verzichtet auf jegliche Härte, plättet von sich aus unangenehme Härten und Lücken im Asphalt: Für lange Reisen ist der 2,4-Tonner also gut geeignet – zumal der 2,2-Vierzylinder-Turbodiesel mit 177 PS und 430 Newtonmetern Drehmoment in Kombination mit Achtstufenautomatik und Allradsystem eine passable Vorstellung bietet (bei einem Testverbrauch von knapp unter elf Litern je 100 Kilometer). Lediglich die Akustik des Selbstzünders fiel stärker als gewohnt auf.

Der hervorragend ausgestattete Staria Bus kostet als Siebensitzer in der Luxury-Line-Ausführung wenigstens 66.490 Euro. Mit Trend Line und Vorderradantrieb gibt es den Staria Bus ab 50.990 Euro (als Neunsitzer).

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Die Technik

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel

Hubraum: 2199 ccm

Drehmoment: 430 Nm bei 1500 U/min

Leistung: 130 kW/177 PS

L/B/H: 5253/1997/2000 mm

Gewicht: 2438/3030 kg

Kofferraumvolumen: 117 l

Tankinhalt: 75 l

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h

0–100 km/h: 13,5 Sekunden

Verbrauch: 10,9 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis (Luxury Line): ab 66.490 Euro

CO2-Emission: 232 g/km


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