Corona-Politik, Eurovignette und Tirols bester Koch Parth: Das war „Tirol Live"

Tirols Haubenkoch Benjamin Parth, SPÖ-Chef Georg Dornauer und FPÖ-Parteiobmann Markus Abwerzger sowie EU-Abgeordnete Barbara Thaler (VP) waren am Montag zu Gast bei „Tirol Live“.

  • Artikel
  • Video
  • Diskussion (1)
Benjamin Parth, Tirols bester Koch, war am Montag zu Gast bei „Tirol Live“.
© Rita Falk

Parth: „Bedeutung von Essen hat bei uns Aufholbedarf"

Erst vergangene Woche wurde er vom Restaurantführer Gault&Millau zum besten Koch Tirols und zu einem der besten Köche Österreichs gekürt (18,5 von 20 Punkten/4 Hauben): Am Montag stand der Ischgler Koch Benjamin Parth im Tirol-live-Studio Rede und Antwort. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, erzählte der 33-Jährige.

Allerdings habe die Haubenküche bzw. das Essen überhaupt hierzulande keine solche Bedeutung wie etwa in Frankreich oder Südeuropa generell. „Bei uns muss es immer schnell gehen und günstig sein“ sagte Parth. Auch die Regionalität der Zutaten sei bei weitem noch nicht so bei den Tirolern und Tirolerinnen angekommen. In seinem Restaurant Stüva verarbeitet Parth die besten Zutaten der Welt: „Wir wollen unsere internationalen Gäste verwöhnen“.

📽️ Video | Benjamin Parth in „Tirol Live"

Dornauer und Abwerzger zu Corona-Politik und Lockdown

SPÖ-Chef Georg Dornauer und FPÖ-Parteiobmann Markus Abwerzger waren dann bei „Tirol Live" im Streitgespräch zu Corona und Oppositionspolitik zu Gast. Was beide eint, ist die Skepsis, was das Ende des Lockdowns am 12. Dezember betrifft. An eine generelle Öffnung glauben sie nicht.

Jetzt einen von vier Skiurlauben gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

Dornauer hofft auf „halbwegs normale Weihnachten. Ich gehe aber davon aus, dass vorerst nur der Handel öffnen wird“. Abwerzger beurteilt die Situation ähnlich, eine generelle Öffnung bezweifelt er. Obwohl er selbst von der Wirksamkeit der Impfung überzeugt ist – Abwerzger ist doppelt geimpft, war zuletzt aber infiziert – und sie für ihn zur Bekämpfung der Pandemie dazugehört, lehnt er eine Impfpflicht kategorisch ab. „Vielmehr wäre eine 1-G-Regelung zielführender, die auf Tests abstellt. Die Impfpflicht wird die Situation nicht verbessern.“

📽️ Video | Georg Dornauer und Markus Abwerzger in „Tirol Live"

Thaler: „Eurovignette-Entwurf hilft niemandem"

Wird die überarbeitete Wegekostenrichtlinie (Eurovignette) im Verkehrsausschuss und EU-Parlament beschlossen, wie sie aktuell vorliegt, wird Tirol seine Anti-Transitpolitik von Grund auf überdenken müssen. Denn die geplante CO²-Staffelung der Lkw-Maut würde den Transitverkehr zwar ökologisieren, nicht aber in der Menge begrenzbar machen. Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments berät am Donnerstag darüber. Die Eurovignetten-Chefverhandlerin der EVP, Barbara Thaler, kämpft dafür, das Ruder mit Abänderungsanträgen noch herumzureißen.

„Der Text, so wie er jetzt vorliegt, ist alles andere als gut für Tirol. Er ist weit entfernt von Kostenwahrheit auf der Straße, er konterkariert eigentlich auch die Verlagerung des Güterschwerverkehrs von der Straße auf die Schiene. Er hilft weder den Menschen noch der Umwelt. Deswegen habe ich Nein dazu gesagt. Man hätte länger verhandeln sollen", so Thaler am Montag bei „Tirol Live". Auch die Mehrheit der EVP-Kollegen würde hinter ihr stehen.

Woran es scheitert? „Das Europaparlament kann alleine leider keine Gesetze machen, wir brauchen immer den Rat dazu, die Mitgliedsstaaten. Und man sieht an der Eurovignette, dass der kleinste gemeinsame Nenner für 27 Mitgliedsländer nicht gut genug ist", meinte Thaler.

📽️ Video | Barbara Thaler in „Tirol Live"

🎧 Podcast | „Tirol Live“ zum Nachhören


Kommentieren


Schlagworte