Warnstreiks bei Amazon in Leipzig gehen weiter

Die Gewerkschaft fordert mehr Geld für Beschäftigte. Amazon verweist auf Lohnerhöhungen im Sommer und erwartet keine Einschränkungen für die Kunden.

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Symbolbild.
© Jochen Tack via www.imago-images.de

Leipzig – Beschäftigte des US-Online-Versandhändlers Amazon haben in Leipzig erneut die Arbeit niedergelegt. Seit Sonntagnacht werde der Standort in Leipzig wieder bestreikt, teilte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi mit. Rund 400 Beschäftigte sollen demnach am Montag und Dienstag zu Hause bleiben – wegen der Coronapandemie sind keine Kundgebungen vor Ort geplant.

Die Gewerkschaft setzt damit die Warnstreiks rund um die Rabattaktionstage Black Friday und Cyber Monday fort, die am vergangenen Freitag und heute, Montag, deutschlandweit stattfinden.

Verdi fordert Amazon auf, seine Beschäftigten entsprechend der Tarife im Einzel- und Versandhandel zu bezahlen – das würde demnach Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und rund 1,50 Euro mehr Lohn pro Stunde bedeuten. Amazon wies in einer Stellungnahme vom Montag darauf hin, dass die Löhne der Mitarbeiter in der Logistik bereits im Sommer erhöht worden seien. Man sehe dem Warnstreik gelassen entgegen und erwarte keine Einschränkungen für die Kunden. (APA/dpa-AFX)


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