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Vierter Triumph für Museumsverein

Die Arbeiten am Projekt „Erinnerungsort Südtiroler Siedlung“ werden mit dem Museumspreis 2021 belohnt.

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Die Südtiroler Siedlung in Reutte ist in vollem Umfang erhalten geblieben und umfasst knapp 200 Wohnungen.
© Tschol

Von Simone Tschol

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Reutte – Großer Jubel herrscht derzeit beim Museumsverein Reutte. Wie Obmann Ernst Hornstein im Gemeinderat stolz verkündete, dürfe sich der Verein erneut über den Museumspreis des Landes Tirol freuen. „Nach den Jahren 2000, 2008 und 2015 dürfen wir die Auszeichnung bereits zum vierten Mal entgegennehmen. Das ist, glaub’ ich, einzigartig in Tirol.“

Erstmals ausgezeichnet wurde das Museum im Grünen Haus in Reutte im Jahr 2000. 2008 war das Museum im Grünen Haus wieder erfolgreich. Damals für die Schaffung des Museumsverbundes Außerfern. Sieben Jahre später fand die Preisverleihung abermals in der Marktgemeinde Reutte statt. 2015 wurde der Museumsverein des Bezirkes Reutte für die Sonderausstellung zum 1. Weltkrieg „Für Kaiser und Vaterland? Der 1. Weltkrieg aus Außerferner Sicht“ mit dem Projektpreis geehrt. Nun freut sich Hornstein über die vierte Auszeichnung – diesmal für den „Erinnerungsort Südtiroler Siedlung“. „Es ist eine schöne Auszeichnung, da das Projekt ja in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Reutte zustande kam“, sagt Hornstein.

In 22 Tiroler Orten wurden in den 1940er-Jahren Südtiroler Siedlungen errichtet. Die meisten bestehen heute nicht mehr. Jene in Reutte ist eine der kleineren, aber in ihrem vollen Umfang erhalten geblieben. Sie stellt auch ein wichtiges (Bau-)Dokument der Geschichte Nord- und Südtirols dar. Eine Wohnung wurde dem Museumsverein von der Marktgemeinde zum Rückbau in ihren ursprünglichen Zustand zur Verfügung gestellt. Im September wurde die Schauwohnung unter großem Interesse der Bevölkerung eröffnet. Hornstein: „Die teilweise Unterschutzstellung der Siedlung hat das Projekt zusätzlich verzögert, sodass von der Idee bis zur Eröffnung der Wohnung zwölf Jahre vergangen sind.“

Der Museumspreis des Landes Tirol wird jährlich auf Vorschlag des Kulturbeirates für Denkmalpflege und Museumswesen als Projektpreis für besondere Leistungen und Ideen im musealen Bereich vergeben. Die Auszeichnung trägt zu einer positiven Entwicklung der Museumslandschaft Tirols bei. (fasi)


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