1,75 Mio. Euro mehr für Mietzinsbeihilfe in Tirol

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Mit der Mietzinsbeihilfe werden einkommensschwache Haushalte in der Abdeckung der (explodierenden) Mietwohnkosten unterstützt.
© Keystone

Innsbruck – Das Wohnen leistbarer machen: Das beziehen viele in Tirol automatisch auf Grund- und Baukosten. Doch viele benötigen auch finanzielle Unterstützung, um sich die jeweilige Miete leisten zu können. Hierfür gibt es die Mietzins- und Annuitätenbeihilfe des Landes. Sie wurde 1965 eingeführt und 2019 das letzte Mal geändert.

In der heutigen Sitzung der schwarz-grünen Landesregierung soll der Beschluss gefasst werden, die Mietzinsbeihilfe mit 1. Jänner 2022 deutlich anzuheben. Im Kern wird dabei die Zumutbarkeitstabelle – sie definiert die zumutbare Wohnungsaufwandsbelastung in Relation zum monatlichen Einkommen – nachjustiert. Bei angenommen gleich bleibender Antragslage rechnet das Land damit, dass sich diese Änderungen in Summe pro Jahr mit Mehrkosten von 1,75 Millionen Euro niederschlagen werden. Ein Anteil, den sich Land wie Gemeinden im Verhältnis 80:20 aufteilen.

Grünen-Wohnsprecher Michael Mingler begrüßt die Änderung ausdrücklich, wenngleich sie zugleich aufgrund der explodierenden Wohnungspreise eine „traurige Notwendigkeit“ sei. Den Menschen gebe das wieder etwas mehr finanziellen Spielraum, so Mingler, auch wenn dadurch die Mieten nicht billiger würden. Eine vierköpfige Familie (Monatseinkommen 1800 €) würde demzufolge 432 € pro Jahr mehr an Unterstützung bekommen. Für kommendes Jahr hat das Land 21,5 Mio. € für Mietzinsbeihilfen budgetiert. Die Gemeinden steuern hierzu 4,3 Mio. € bei. (mami)

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