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Höchster Wert seit 1992: Inflation im November auf 4,3 Prozent geschätzt

Eine Schnellschätzung der Statistik Austria ergab einen raschen Anstieg der Inflation im November. Im Vormonat lag die Teuerung bei 3,7 Prozent.

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Wien – Die Inflationsrate für November beträgt laut einer aktuellen Schnellschätzung der Statistik Austria voraussichtlich 4,3 Prozent. Im Oktober lag die Teuerung bei 3,7 Prozent. Mit 4,3 Prozent sei die Inflation im November 2021 so hoch wie zuletzt im Mai 1992 gewesen, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Dienstag. Steigende Treibstoff- und Energiepreise würden weiter zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsrate führen.

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Details zur heimischen Inflationsentwicklung im November wird die Statistik Austria am 17. Dezember veröffentlichen. In Deutschland ist die Inflationsrate im November erstmals seit fast 30 Jahren über die Marke von fünf Prozent gestiegen. Waren und Dienstleistungen kosteten 5,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mitteilte. Einen höheren Wert gab es zuletzt wegen des Wiedervereinigungsbooms im Juni 1992 mit 5,8 Prozent. (APA)

Inflation im Euroraum stieg im November auf 4,9 Prozent

Frankfurt am Main/Brüssel – Die Inflation im Euroraum ist im November aufgrund kräftig gestiegener Energiepreise auf das bisher höchste Niveau seit Beginn der Messung im Jahr 1997 geklettert. Die Teuerungsrate lag im November bei 4,9 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einer Rate von 4,5 Prozent gerechnet. Für Österreich hat die Statistik Austria die Inflationsrate im November auf 4,3 Prozent geschätzt.

Die Inflation liegt damit mehr als doppelt so hoch wie das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Rate von 2,0 Prozent als optimalen Wert für die Wirtschaft anpeilt. Auch im Oktober ist die Inflation mit 4,1 Prozent deutlich über der Notenbank-Zielmarke gelegen.

Energie war mit 27,4 Prozent der stärkste Preistreiber. Ohne Energie und unverarbeitete Lebensmittel läge die Inflation im November nur bei 2,6 Prozent. Unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich um 1,9 Prozent, Industriegüter ohne Energie um 2,4 Prozent. Dienstleistungen kosteten 2,7 Prozent mehr. (APA/Reuters)

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