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Welt noch weit entfernt von fairer Impfstoffverteilung

Afrika hat bisher nur einen Bruchteil seiner Bevölkerung impfen können. China und Indien bieten Hilfe an.

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In Afrika sind erst Bruchteile der Bevölkerung geimpft.
© Michele Spatari/AFP

Neu-Delhi, Kapstadt – Der Corona-Impfstoffmangel in den ärmsten Gebieten der Welt ist trotz mahnender Appellen von Experten weiterhin drastisch. 54,2 Prozent der Weltbevölkerung hat laut Angaben von "Our World in Data" bisher zumindest eine Impfung erhalten. Fast acht Milliarden Dosen wurden international bis heute injiziert, aktuell sind es rund 30 Millionen pro Tag. Doch nur 5,8 Prozent aller Männer und Frauen in einkommensschwachen Ländern haben bisher zumindest eine Dosis erhalten.

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Während in Australien 72,5 Prozent der Bevölkerung vollständig immunisiert ist, liegt Europa mit 57,9 Prozent fast gleichauf mit Südamerika dahinter. In Nordamerika sind 54,5 Prozent der Männer und Frauen geimpft. Asien hat laut der verfügbaren Zahlen 48,1 Prozent seiner Population geimpft. In Afrika sind es hingegen nur geringe 7,2 Prozent.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appelliert seit langem mit Vehemenz an die Weltgemeinschaft, dieses Ungleichgewicht schnellstmöglich zu beenden. Andernfalls liege das Ende der Pandemie in weiter Ferne. Die Organisation warnte bereits mehrfach vor der Entstehung neuer Corona-Varianten in Gegenden mit geringer Durchimpfungsrate. Die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante stufte sie nun als "besorgniserregend" ein.

Bisher seien laut WHO weltweit mehr als 90 Millionen Covid-19-Impfdosen im Rahmen der Hilfsprogramme Covax und Avatt gespendet worden. Der Großteil der Spenden sei relativ spontan erfolgt.

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Indien und China bieten Unterstützung an

Indien hat afrikanischen Ländern, in denen die Omikron-Variante aufgetreten ist, nun Impfstoffe angeboten. Diese könnten entweder durch das UN-Impfprogramm Covax oder bilateral bereitgestellt werden, teilte das indische Außenministerium am Montagabend laut Nachrichtenagentur dpa mit.

Die Regierung habe zudem unter anderem bisherige Bestellungen für den in Indien hergestellten AstraZeneca-Impfstoff Covishield von Malawi, Äthiopien, Sambia, Mosambik, Guinea und Lesotho freigegeben, hieß es. Indien sei auch bereit, Medikamente, Testkits, Schutzanzüge und Beatmungsgeräte zu liefern.

Kurz davor hatte China Afrika eine Milliarde Impfdosen versprochen. In einer Rede sagte Präsident Xi Jinping am Montag, 600 Millionen Impfdosen wolle China kostenlos zur Verfügung stellen. Weitere 400 Millionen sollten Unternehmen beider Seiten gemeinsam produzieren. Die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt möchten ihren Einfluss auf dem Kontinent vergrößern. (APA)


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