ÖFB-Frauen schossen Luxemburg in WM-Quali 8:0 ab

Enzinger steuerte zum ÖFB-Kantersieg einen lupenreinen Hattrick bei, Billa traf doppelt. Kirchberger schied schwer verletzt aus. Die ÖFB-Auswahl überwintert als Zweite punktgleich vor Nordirland. England fertigte Lettland mit einem schier unglaublichen 20:0 ab.

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Stefanie Enzinger schaffte als erste ÖFB-Spielerin überhaupt einen lupenreinen Hattrick.
© Gerry Schmit via www.imago-images.de

Luxemburg – Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam hat die Pflichtaufgabe zum Abschluss des Länderspieljahres souverän gemeistert. Die ÖFB-Auswahl fertigte Luxemburg am Dienstag auswärts mit 8:0 ab und überwintert damit in der WM-Qualifikation nach dem vierten Sieg im sechsten Spiel fünf Zähler hinter dem makellosen Leader England und punktgleich vor dem Play-off-Rivalen Nordirland als Zweiter.

Kirchberger mit Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch

Mit einer schweren Verletzung von Virginia Kirchberger gab es aber auch eine Hiobsbotschaft. Die 28-jährige Abwehrspielerin von Eintracht Frankfurt schied nach einem unglücklichen Zweikampf schon in der Anfangsphase mit Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch aus. Die Partie war einige Minuten unterbrochen, ehe sie mit großen Schmerzen ins Krankenhaus gebracht wurde. Aus dem Konzept bringen ließen sich ihre Teamkolleginnen nicht. Stefanie Enzinger schaffte als erste ÖFB-Spielerin überhaupt einen lupenreinen Hattrick (16., 17., 23.) und traf damit in ihrem 25. Länderspiel genauso oft wie in den 24 Partien davor. Nicole Billa traf doppelt (27., 62.) und rückte mit 37 Länderspieltoren Rekord-Torschützin Nina Burger (48) näher. Auch Barbara Dunst (48.), Marie-Therese Höbinger (60.) und Sarah Zadrazil (68.) steuerten ein Tor bei.

Virginia Kirchberger schied schwer verletzt aus.
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ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann entschied sich doch für eine größere Rotation. So fehlten in der Startformation im Vergleich zum 0:1 in Sunderland am Samstag nicht nur die aus privaten Gründen vorzeitig abgereiste Sarah Puntigam, sondern auch Stammtorfrau Manuela Zinsberger, Laura Wienroither, Katharina Naschenweng und Maria Plattner. Mit der Hereinnahme von Enzinger ging ein Schachzog auf. Die 31-jährige Stürmerin traf nach der Kirchberger-Verletzungspause innerhalb von weniger als zehn Minuten dreimal, Tor Nummer drei folgte nach einem Dunst-Lattenschuss. Dunst war es auch, die das 4:0 einleitete, Billa scheiterte zuerst noch an Lucie Schlime und staubte dann ab.

Nach Wiederbeginn gab es neuerlich Einbahnstraßen-Fußball zu sehen. Dunst schoss vom Elfer überlegt in den Winkel, Höbinger köpfelte nach Billa-Flanke ein. Zwei Minuten später machte Billa, die zuvor auch die Stange getroffen hatte (49.), nach Georgieva-Lochpass ihren Doppelpack perfekt. Nachdem die Tirolerin weitere Chancen ausgelassen hatte, war es Zadrazil vorbehalten mit einem platzierten Schuss aus 18 Metern für den Schlusspunkt zu sorgen. Ein noch höherer Sieg wurde es auch deshalb nicht, da ein Kopfballtor von Carina Wenninger (71.) wohl zu Unrecht wegen eines Foulspiels nicht anerkannt wurde.

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England gewann 20:0

Trotzdem wurde der höchste Sieg in der Verbandsgeschichte auf fremdem Boden eingefahren. Die Bestmarke hatte man erst kürzlich beim 8:1 in Lettland aufgestellt. Der allgemeine Rekordsieg ist weiter ein 11:0 (zweimal) gegen Armenien in der WM-Quali 2003. ÖFB-Torfrau Jasmin Pal musste über 90 Minuten keinen einzigen Ball halten. Noch deutlicher ging das Parallelspiel aus, England fertigte Lettland in Doncaster mit einem schier unglaublichen 20:0 (8:0) ab. (APA)

⚽ Ergebnisse Frauen-WM-Qualifikation

Luxemburg - Österreich 0:8 (0:4). Luxemburg, Stade de Luxembourg, SR Andromachi Tsiofliki/GRE. Tore: Enzinger (16., 17., 23.), Billa (27., 62.), Dunst (48.), Höbinger (60.), Zadrazil (68.)

Österreich: Pal - Georgieva, Wenninger, Kirchberger (15. Schiechtl) - Dunst (81. Schasching), Zadrazil (81. Degen), Eder (46. Plattner), Höbinger, Hanshaw (62. Naschenweng) - Billa, Enzinger

Weiters: England - Lettland 20:0 (8:0)


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