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Massive Kostensteigerungen: Österreichs Bauern kritisieren Handel

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Der Bauernbund kritisiert den Preiskampf bei Lebensmitteln.
© Keystone

Wien – Österreichs Bauern sind mit massiven Kostensteigerungen bei Futter- und Düngemitteln, Treibstoffen, Strom, Baustoffen und Co. konfrontiert, klagt der Bauernbund. Besonders Schweine-, Milch- und Geflügelbauern würden um jeden Cent kämpfen. Stickstoffdünger koste zwei- bis dreimal so viel wie vor einem Jahr, Futtermittelmischungen für Masthühner seien um 31 Prozent teurer geworden, für Schweine und Milchkühe um 16 Prozent .

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„Aber es gibt offenbar keine Bereitschaft der großen Handelsketten, die gestiegenen Produktionskosten mitzutragen“, klagt Bauernbund-Präsident Georg Strasser. Die Bauern würden die starken Preissteigerungen bei Rohstoffen nicht alleine stemmen können. Verarbeiter und Handelsketten müssten einen Teil der Kosten übernehmen. Hinzu komme, dass der Handel schleudere, was das Zeug hält. So habe es rund um den Black Friday Extrem-Aktionen bei Fleisch gegeben, wie etwa ein Kilogramm Hendl aus Österreich um 1,99 Euro, kritisiert Strasser. Es sei ein „Ausverkauf der Landwirtschaft“.

In Österreich gebe es deutlich häufiger Aktionspreise als in anderen Ländern. „Bei solchen Billigstpreisen gibt es keine Gewinner“, so Strasser. Was sich der Konsument im Regal erspart, würden langfristig die Bauernfamilien, die Tiere und die Umwelt bezahlen. (TT)

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