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Musikanten in die Generalpause gezwungen, 2G-Regel wird diskutiert

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In Tracht ausrücken – derzeit nur ein Wunschdenken.
© Simone Tschol

Reutte – Keine Proben, keine Auftritte, keine Konzerte: Die Musikkapellen des Landes sind wieder einmal zum Nichtstun gezwungen. Horst Pürstl, Obmann des Außerferner Musikbundes – mit seinen 34 Blasmusikkapellen und 2000 Mitgliedern der größte Tirols – hofft auf ein baldiges Ende des Lockdowns. „Es ist jetzt gerade eine ruhige Zeit für uns. Aber mit dem neuen Jahr beginnen allerorts wieder die Proben für die Frühjahrskonzerte. Ich hoffe, dass die heuer wieder stattfinden können und nicht das dritte Jahr in Folge ausfallen“, sagt Pürstl. Er fordert vor allem ganz klare Vorgaben: „Die Vereinsverantwortlichen müssen wissen, was gilt.“

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Die Kapellen seien die ganze Zeit über schon sehr kooperativ, teils gebe es bei den Klangkörpern auch eine hohe Durchimpfungsrate. „Das verleiht natürlich auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Die 3-G-Regel wurde auch immer kontrolliert. Jede Kapelle hat auch ein bis zwei Covid-Beauftragte, die beispielsweise bei den Platzkonzerten im Sommer für Sicherheit gesorgt haben.“

Ob künftig bei Musikkapellen auf 2 G verschärft wird, steht noch nicht fest. „Wenn 2 G kommt, dann werden wir natürlich versuchen, mit den ungeimpften Musikantinnen und Musikanten Gespräche zu führen. Wir werden sie aber deshalb nicht im Regen stehen lassen. Eventuell könnten sie dann ja auch eine Zeit lang pausieren“, schlägt Pürstl vor. Man müsste damit rechnen, dass der ein oder andere wegfällt. „In bestimmten Fällen könnte das auch schwierig werden, wenn es beispielsweise Stimmführer, Kapellmeister oder Funktionäre trifft. Wenn aber die Impfpflicht kommt, dann ist dieses Thema sowieso vom Tisch“, sagt Pürstl. Er bleibt trotz aller Unklarheiten zuversichtlich: „Ich bin optimistisch. Wir planen auch Veranstaltungen, aber so, dass man sie jederzeit kurzfristig absagen kann. Man muss planen und Ziele haben, sonst kann man es gleich bleiben lassen.“ Auch die Planungen für das Bundesmusikfest 2022 in Reutte laufen. Pürstl: „Hier muss es natürlich bis zu einem bestimmten Datum Gewissheit geben.“

Pürstl ortet trotz Lockdown Aufbruchsstimmung. „Natürlich wird geschluckt, wenn ein Lockdown verkündet wird. Aber wenn es heißt, nächste Woche geht alles wieder auf, dann stehen die Musikanten im Außerfern sicher auch alle wieder parat.“ (fasi)

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