Handwerk und Gewerbe fordern fixe Öffnung am 13. Dezember

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Auch Handwerk und Gewerbe wurden vom Lockdown schwer getroffen.
© Riebler

Luxemburg, Graz – Der Lockdown sorgt auch im Handwerk und Gewerbe für große Probleme, so die Wirtschaftskammer Tirol in einer Aussendung. „Besonders die körpernahen Dienstleister sind vom Lockdown schwer getroffen“, meint Spartenobmann Franz Jirka und fordert die fixe Öffnung am 13. Dezember. Sicherheits- und Präventionskonzepte würden gewährleisten, dass der Besuch bei der Kosmetikerin, bei der Fußpflege, beim Masseur oder beim Friseur „sicher ist wie kein anderer Alltagsbereich“.

Die heimischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe hätten überhaupt an mehreren Fronten zu kämpfen, betont Jirka. Viele würden auch Handelsgeschäfte betreiben, wie zum Beispiel Goldschmiede oder Schneider. Diese seien aber aufgrund des Lockdowns geschlossen. Da helfe die Ausnahme für Beratungsdienstleistungen wenig, da diese nur einen kleinen Teil des üblichen Umsatzes abdecken. Viele Betriebe seien zudem als Zulieferer für aktuell geschlossene Branchen wie den Tourismus betroffen. Grundsätzlich würden darüber hinaus Lieferschwierigkeiten und Preissteigerungen bei Rohstoffen die Situation zusätzlich verschärfen. Dazu komme, dass viele Firmen knapp unter den geforderten 40 % Umsatzrückgang bleiben. Jirka fordert hier eine Senkung auf zumindest 30 %.

Ein weiteres Problem: Die Tatsache, dass sich in Quarantäne geschickte Mitarbeiter derzeit „aus Kapazitätsgründen“ nicht mehr nach fünf Tagen freitesten können, ist für Jirka angesichts des massiven Fachkräftemangels inakzeptabel. Wenn Mitarbeiter länger fehlen als unbedingt erforderlich und vor allem ungeplant, würden die Betriebe unnötig in größte Schwierigkeiten kommen. Hier müsse der Staat seiner Verantwortung nachkommen“, fordert Jirka. (hu)

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