„Tirol Live“: Welt-Aids-Tag im Schatten von Covid

Trotz geringer Viruslast würden HIV-Infizierte immer noch diskriminiert, sagt Georg Gierzinger, Leiter der Aids Hilfe Tirol.

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Georg Gierzinger trägt die rote Schleife. Sie steht weltweit als Zeichen für Solidarität mit HIV-positiven und aidskranken Menschen.
© Böhm

Innsbruck – Etwa 9000 Menschen leben in Österreich mit dem HI-Virus, welches die Immunschwächekrankheit Aids verursachen kann. Die Diagnose dafür glich bei der Entdeckung des HI-Virus 1983 noch einem Todesurteil. „Mittlerweile ist es eine chronische Erkrankung, die zwar noch nicht heilbar, aber behandelbar ist“, erklärt der Leiter der Aids Hilfe Tirol, Georg Gierzinger, anlässlich des gestrigen Welt-Aids-Tages im „Tirol-Live“-Studio.

📽️ Video | Georg Gierzinger in „Tirol Live“

Dank der Fortschritte in der Medikation könnten Betroffene inzwischen ein normales Leben führen und hätten eine durchschnittliche Lebenserwartung. Durch die Behandlung entstehe eine so geringe Viruslast, dass eine Übertragung nicht mehr möglich sei.

Doch noch immer leiden Menschen mit HIV „unter Diskriminierung und Stigmatisierung“. Die Annahme, man dürfe solchen Menschen nicht die Hand schütteln, sitze tief in den Köpfen der Bevölkerung. „Viele haben das Bild vor Augen, Menschen mit HIV nehmen Drogen oder sind schwul“, so Gierzinger. Das Virus betreffe vielmehr „jeden von uns“. Gierzinger betont dabei die Wichtigkeit, über seinen eigenen Infektionsstatus informiert zu sein.

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Die Pandemie „wirkt sich trügerisch auf die Infektionszahlen aus“. Zwar würden diese sinken, das liege aber primär an der geringeren Zahl an durchgeführten Testungen. Informationen und Anmeldung zur kostenlosen Testung gibt es auf www.aidshilfe-tirol.at (rosa)


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