Liga als heißes Pflaster für Trainer: Nur Haie leben in ruhigen Gewässern

Die spezielle Chemie bei den Innsbrucker Haien soll morgen (19.30 Uhr) gegen den KAC spürbar sein.

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In der Vorsaison Topscorer bei den Innsbrucker Haien, jetzt über dem Brenner ein neuer Bozner Fuchs: Daniel Ciampini.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – Die Innsbrucker Haie sind anders. Nicht nur, weil sie vermutlich am wenigsten Geld in der Tasche haben. Sondern, weil sie auch mit Cheftrainer Mitch O’Keefe nach dem überaus starken Beginn in die neue Saison der ICE Hockey League für zwei weitere Jahre verlängert haben. Denn die ICE, vormals Erste Bank Eishockeyliga, ist in Sachen Trainerstühle ein ganz heißes Pflaster. „Ich glaube, auf europäischem Boden gibt es keine Liga, in der schon vor Weihnachten so viele Trainer gekündigt werden“, notiert O’Keefe. Nach dem HC Pustertal und den Black Wings Linz tauschen nach dem Rauswurf von Doug Mason jetzt auch die Bozner Füchse den Headcoach aus.

Für die vorzeitige Vertragsverlängerung von O’Keefe im Innsbrucker Haifischbecken sprach neben dem konsequenten Einsatz der Tiroler Garde auch die „ability to recrute“. Damit ist ein gutes Händchen gemeint, für relativ wenig Geld gute Spieler zu finden. Trotz den drei Corona-bedingt abgesagten Partien gegen Fehervar, Villach und Znojmo liegt HCI-Angreifer Michael Huntebrinker immer noch in den Top Five der Scorerwertung und wird – sofern er so weitermacht – wohl über die Saison hinaus schwer zu halten sein, wie es schon vor ihm viele andere bei ihren Tirol-Gastspielen waren. Da drängt sich der Name von Daniel Ciampini auf: Der Haie-Topscorer der Vorsaison heuerte nach einem völlig verpatzten Gastspiel in Tschechien (nur acht Partien und ein Punkt für Rytiri Kladno) jetzt bei den Bozner Füchsen an, die ihn auch ein wenig streicheln müssen. Denn einer wie Ciampini braucht Zuneigung und Raum, um sich entfalten zu können.

Zurück ins Haifischbecken, wo nach der bitteren Corona-Pause mit dem Heimspiel gegen den KAC und Gastspiel in Salzburg (Sonntag) zwei denkbar schwere Auftritte gegen Champions-Hockey-League-Starter warten. O’Keefe: „Die Jungs sind bereit, die Arbeit wieder aufzunehmen.“

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