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„Gipfel der Götter“: Die Suche nach Antworten am Dach der Welt

Der Bergsteiger-Trickfilm „Gipfel der Götter“ startet beim Streamingdienst Netflix.

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Patrick Imberts Animationsfilm „Gipfel der Götter“ kam heuer beim Filmfestival von Cannes zur Weltpremiere.
© Netflix

Innsbruck – Bergfilme gibt es besonders hierzulande nicht wenige, von Action-, Adrenalin- und Taurin-getränkten Rekord-Jagden bis zu emotionalen Spiel- oder Doku-Dramen. Doch keinen, der seine alpinistische Story wie „Gipfel der Götter“ ins Bild setzt: als Animationsfilm mit packender Erzählung und psychologischem Tiefgang. Das gezeichnete Langfilmdebüt des französischen Filmemachers Patrick Imbert folgt dem Fotojournalisten Makoto Fukamachi, der sich auf eine doppelte Suche begibt.

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Die aus einer gleichnamigen Manga-Serie und einem japanischen Roman adaptierte Geschichte bedient sich dafür eines perfekten McGuffins, also eines Objekts im Film, das Vorwand und Spannung liefert: der Fotoapparat von George Mallory, jenem Alpinisten, der vielleicht schon knapp 30 Jahre vor Edmund Hillary den Gipfel des Mount Everest erreichte.

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In Film-Noir-Manier wird die Suche nach dem historischen Fotobeweis schnell zur Suche nach dem japanischen Bergsteiger Habu Joji. Er soll den Fotoapparat am Mount Everest geborgen haben, ist aber selbst seit Jahren verschwunden. Seine Geschichte von Japan über die Alpen bis nach Kathmandu wird geschickt in Rückblenden aufgerollt.

Doch abseits der mittels Animation wunderbar inszenierten Bergaction und der physischen und psychischen Härte des Alpinismus geht es dem Film um mehr: Die Sinnsuche in der Höhe und die Faszination des Bergsteigens stehen im Fokus. Die ewige Frage nach dem Warum macht „Gipfel der Götter“ auch für Nicht-Bergfexe spannend. Und am Ende ist die große historische Frage des Höhenbergsteigens, ob Mallory bereits beim Aufstieg oder erst beim Abstieg starb und wer denn nun der Erste war am Dach der Welt, eigentlich unwichtig.

Der Film feierte seine Premiere fernab der Berge beim diesjährigen Filmfestival von Cannes an der Côte d’Azur – nun ist er auf Netflix abrufbar. (maw)


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