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Tunnelpläne anno 1983 und wieder Wolfsgeheul

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Die großen Beutegreifer wie der Wolf sorgen nach wie vor für heftige politische Scharmützel. Diesmal im Nationalrat.
© Falk

Es ist ein überraschendes Comeback in der Tiroler Politlandschaft. Und auch kein alltägliches. Einst war Andreas Glätzle Klubdirektor der oppositionellen Liste Fritz, jetzt kehrt er ins Landhaus zurück. Allerdings dockt Glätzle diesmal im SPÖ-Klub an, dort geht der langjährige Klubdirektor Günther Hye demnächst in den Ruhestand.

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Harsche Kritik übt der Obmann des Tiroler Transitforums Fritz Gurgiser an den Aussagen von Wirtschaftsbundobmann und ÖVP-Nationalrat Franz Hörl zur Haltung der Grünen beim geplanten Tschirgant-Tunnel. Hörl spricht bekanntlich von Hinterfotzigkeit. Genauso „hinterfotzig“ könne, so Gurgiser, aber auch die politische Strategie sein, wenn wider besseres Wissen immer wieder versucht werde, mit neuen Gutachten aus Steuer- oder Asfinag-Mitteln ein Szenario „künstlich zu errechnen“, welches dann endlich den „politisch gewünschten Tunnel“ erbringen würde. „Oder genauso ,hinterfotzig‘ kann es sein, ständig andere vor sich herzuschieben und die eigenen Landesgutachten zu ignorieren. Die sind schon vor Jahren zum Ergebnis gekommen, dass weder Tschirgant- noch Fernpassscheitel-Tunnel die echten Verkehrsprobleme vor der deutschen Grenze bis Mötz und Haiming, Oetz oder durch das Gurgltal, Tarrenz und Imst lösen. Sondern im Gegenteil die Gesamtstrecke nur noch attraktiver für den Pkw-Verkehr machen würden.“

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Apropos Tschirgant-Tunnel: TT-Leser Peter Popp aus Völs hat uns einen Artikel aus dem Jahr 1983 zugesandt. Die Überschrift lautete: „Der Tschirgant-Tunnel wird doch gebaut“. Der damalige und kürzlich verstorbene Herbert Salcher sagte in seiner Eigenschaft als Finanzminister den Bau des Tschirgant-Tunnels zu. Da fällt einem nur der Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ ein.

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Für den freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Gerald Hauser hat die ÖVP im Landwirtschaftsausschuss wieder einmal gezeigt, dass sie vollkommen planlos und nicht lösungsorientiert sei. „Unser Antrag für ein aktives Wolfsmanagement nach dem Vorbild von Schweden und Finnland wurde abermals und wortgewaltig von der ÖVP mit mehr als fadenscheinigen Argumenten vertagt.“ Den Vorwurf, er habe Text einfach vom Verein „Weidezone“ abgeschrieben, weist Hauser entschieden zurück. „Wir haben den Antrag mit dem Verein ,Weidezone Österreich‘ abgestimmt. Andererseits hat niemand von einer anderen Partei im Ausschuss ein unterstützendes Wort zu diesem für unsere Landwirte so wichtigen Antrag vorgebracht.“ Die Wolfsproblematik müsse endlich gelöst werden, kritisiert Hauser „die Sturheit der ÖVP“. (pn)


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