Nach nur 14 Spielen: RB Leipzig trennt sich von Trainer Marsch

Der Nachfolger von Julian Nagelsmann bei RB Leipzig hatte kein Glück. Trainer Jesse Marsch muss nach nur 14 Liga-Spielen wieder gehen. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff traut dem Amerikaner die Bewältigung der sportlichen Krise nicht mehr zu.

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Marsch war im Sommer als Nachfolger von Julian Nagelsmann von Salzburg zum Red-Bull-Schwesterclub nach Deutschland gewechselt. Nach 14 Bundesligarunden ist der Vizemeister nur Tabellen-Elfter.
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Leipzig – Jesse Marsch ist nicht mehr Trainer von RB Leipzig. Der sächsische Fußball-Bundesligist zog am Sonntag die Konsequenzen aus der sportlichen Krise des Vize-Meisters und beurlaubte den Amerikaner nach nur gut fünf Monaten im Amt. Co-Trainer Achim Beierlorzer wird am Dienstag in der Champions League gegen Manchester City auf der Bank sitzen. Einen Marsch-Nachfolger will der Club zeitnah präsentieren.

„Es ist schade, dass es in dieser Konstellation nicht wie erhofft geklappt hat und dieser Schritt nun notwendig wurde, weil leider die gewünschte Entwicklung und somit auch die notwendigen Ergebnisse für unsere Saisonziele ausgeblieben sind“, sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Aktuell laufe man den eigenen Ansprüchen hinterher und wolle jetzt „mit dieser Entscheidung einen neuen Impuls setzen“.

Erst im Sommer von Salzburg nach Leipzig

Der 48 Jahre alte Marsch hatte nach seiner Zeit in Salzburg erst im Sommer den Cheftrainerposten in Leipzig angetreten. Als Assistent von Ralf Rangnick war er zuvor 2018/19 bereits in Leipzig gewesen. Zuletzt hatte er wegen einer Corona-Infektion drei Spiele nicht an der Seitenlinie stehen können, das Team aber aus der Quarantäne virtuell betreut.

Der Nachfolger des zum FC Bayern München abgewanderten Julian Nagelsmann hatte nach dem Club-Novum von drei Bundesliga-Niederlagen in Serie bei Mintzlaff keinen Kredit mehr. Der Club-Boss hatte gleich nach dem 1:2 bei Union Berlin eine radikale Analyse der Situation angekündigt.

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In 14 Liga-Spielen holte RB unter Marsch nur 18 Punkte. Auswärts gelang kein einziger Sieg. Nach dem Zick-Zack-Kurs der ersten Monate mit durchaus guten Auftritten wie beim 6:0 gegen Hertha BSC hatte die Leistungskurve nach dem Lichtblick beim 5:0 in Brügge zuletzt in der Liga radikal nach unten gezeigt. Das animierte Mintzlaff zum Handeln. (dpa)


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