„Arme-Leute-Krippen“ an Landecker Altenheim verschenkt

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Falt- und Papierkrippen gelten als „Arme-Leute-Krippen“. Die Sammlung ist im Altenheim der Stadt Landeck zu sehen.
© Wenzel

Landeck – „Diese Art von Krippen hat mich schon immer fasziniert. Auch wenn sie zum Teil kitschig sind“, verrät Heimatforscher Josef Walser, zugleich erster ausgebildeter Krippenbaumeister im Bezirk Landeck. Es sind Papier- bzw. Faltkrippen, auch „Arme-Leute-Krippen“ genannt, die er gesammelt und in den vergangenen Monaten ausstellungsreif gemacht hat. Der fachkundige Krippenfreund hatte sich entschlossen, seine Sammlung dem Landecker Altenheim zu schenken, „um den Bewohnern eine Freude zu machen“. Seit wenigen Tagen können die Sammlerstücke in der Kapelle des Heimes bewundert werden. Pfarrer Martin Komarek hat die Ausstellung kürzlich gesegnet.

Nicht weniger als 30 Tuben Klebstoff benötigte Walser, um jede einzelne Papierkrippe zu stabilisieren und mit Karton zu verstärken. Zudem hat er sie alle auf der Rückseite beschriftet – mit Informationen zur Entstehung und Herkunft. Nicht nur Tiroler Krippen sind dabei wie etwa die Zillertaler Kinderkrippe, einige kommen aus Bayern sowie aus Tschechien.

Zum vorweihnachtlichen „Krippele schaug’n“ lädt der Bezirksmuseumsverein ab Montag, 13. Dezember, täglich von 13 bis 17 Uhr auf Schloss Landeck – immer vorausgesetzt, die aktuellen Corona-Bestimmungen erlauben den Besuch im Schlossmuseum. Im Mittelpunkt steht wieder die sechs Meter lange mechanische Zangerl-Krippe, von Josef Zangerl um 1930 in mühevoller Handarbeit erbaut. Zudem ist eine Engel-Ausstellung von Renate Ebenbichler-Fuchs in der Turmgalerie zu sehen. (hwe)


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