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Johannes Möst: „Bei so vielen Tests ist die Gefahr von Fehlern groß“

Johannes Möst führt eines der Labors, die in Tirol Corona-Tests abwickeln. Er erklärt, warum es oft falsch positive oder negative Befunde gibt.

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Symbolfoto.
© APA/HERBERT NEUBAUER

Österreich ist Testweltmeister, dennoch sind wir keine Meister im Eindämmen der Pandemie. Wie passt das zusammen?

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Johannes Möst: Gar nicht. Den Ausdruck Testweltmeister finde ich prinzipiell unpassend. Es geht ja nicht darum, welches Land am meisten testet, sondern um eine möglichst gute Bewältigung der Pandemie. Und dafür sind andere Dinge mindestens ebenso wichtig – Impfen und die bekannten Maßnahmen wie Abstand, Mund-Nasen-Schutz, Händewaschen und -desinfizieren, Lüften. Testen ist kein Selbstzweck, sondern sollte einen Nutzen haben – für die betroffene Person und ihr unmittelbares Umfeld, aber auch für die Gesellschaft und als Grundlage für politische Entscheidungen.

Wir testen nach wie vor Massen und wenig gezielt. Testen wir zu viel?

Möst: Wir testen jedenfalls viel mehr als fast alle anderen Länder, stehen aber nicht besser da als andere, die wesentlich weniger testen. Man könnte also durchaus hinterfragen, ob der Aufwand finanziell, organisatorisch, personell in angemessener Relation zum Nutzen steht.


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