Stellantis will mit Software Milliarden umsetzen

Der Mehrmarkenkonzern denkt nicht nur ans bloße Verkaufen von Autos, sondern auch an zusätzliche Mobilitätsgeschäfte.

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Der DS 4 Crossback wird erstmals im deutschen Rüsselsheim produziert.
© Stellantis

Wien – Wer an DS (Deesse) denkt, muss zwangsläufig an Frankreich denken. Schließlich war es keine geringere Marke als Citroën, die mit der DS Mitte des vorigen Jahrhunderts eine Ikone im Fahrzeugbau geschaffen hat. Mittlerweile hat sich im Stellantis-Markenverbund DS als eigens Label etabliert und sich vom Citroën-Stamm emanzipiert. Mittlerweile ist es sogar schon so, dass ein DS-Fabrikat sogar schon in Deutschland produziert wird: Kürzlich liefen die ersten Exemplare der zweiten DS-4-Generation in Rüsselsheim vom Band, der Zentrale von Opel.

Stellantis, hervorgegangen aus der Fusion zwischen Groupe PSA und Fiat Chrysler Automobiles, denkt auch in anderen Bereichen um: Kürzlich ließ der Konzern aufhorchen, dass er mit Softwareprodukten große Geschäfte machen möchte. Dabei geht es um drei neue „softwaregestützte Produktangebote“, die fahrzeugverbunden schon im Jahr 2026 vier Milliarden Euro Jahresumsatz erlösen sollen. Vier Jahre später erwartet sich Stellantis einen Umsatz von 20 Milliarden Euro.

Stellantis kreiert gemeinsam mit Partnern drei KI-unterstützte Technologieplattformen mit den Bezeichnungen STLA Brain, STLA SmartCockpit und STLA AutoDrive. Kern ist dabei Bran, eine Art Elektrik/Elektronik- und Software-Architektur. Sie inkludiert die Verbindung von Steuergeräten im Auto mit einer externen Cloud, die Software lässt sich dabei Hardware-unabhängig immer wieder aktualisieren und damit auf den neuesten Stand bringen. Cockpit baut darauf auf und will den Fahrzeuginsassen das Leben durch bessere Navigation, Sprachunterstützung, E-Commerce und der Verwendung von Zahlungsdiensten erleichtern. Schließlich gibt es noch AutoDrive mit dem Schwerpunkt (teil-)autonomes Fahren. Stellantis kooperiert hier mit BMW, Waymo und dem Chiphersteller Foxconn. (hösch)


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