MCI-Siegerprojekt steht endlich fest: Zweiter Baustart im Herbst 2023

Nach jahrelangem hin und her steht nun fest, wie das neue MCI ausschauen soll. Das Siegerprojekt wurde aus 20 Einreichungen gekürt.

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Eine Visualisierung zeigt den Entwurf des neuen MCI.
© Henning Larsen

Innsbruck – Es ist die vorläufig letzte Planungsetappe für den seit 2006 (!) diskutierten Neubau der Unternehmerischen Hochschule MCI in Innsbruck. Nachdem das ursprüngliche Projekt im Sommer 2018 gestoppt wurde, erfolgte eine Neuausschreibung in Form eines wettbewerblichen Dialogs. Wegen einer drohenden Kostenüberschreitung von 80 auf mehr als 130 Millionen Euro zog Hochbaureferent und Landesrat Johannes Tratter (VP) seinerzeit die Notbremse. Es folgten juristische Auseinandersetzungen, ein Vergleich mit den Architekten und der Neustart.

Im Februar des heurigen Jahres hat das Land die ARGE Porr/Ortner als Totalunternehmer mit der Umsetzung des Projekts beauftragt. Mit dem Architektenwettbewerb erhält der Neubau jetzt ein Gesicht. Die Vorgabe war laut Johannes Tratter unverrückbar. Die 20 einreichenden Architektenbüros mussten sich an die Kostenobergrenze von 135 Millionen Euro halten, damit es nicht wieder zu einem bösen Erwachen kommt.

Das international tätige Architekturbüro Henning Larsen hat nach einem einstimmigen Beschluss der Jury den Wettbewerb gewonnen. „Der Entwurf sieht einen Baukörper mit einem kompakten, quadratischen Fußabdruck vor. Durch die klare städtebauliche Positionierung wird ein durchlässiges Raumgefüge, von der Kaiserjägerstraße in Richtung denkmalgeschützter Hofgarten, gebildet“, beschreiben die Architekten ihr Vorhaben. Henning Larsen beschäftigt heute in seinen Büros weltweit mehr als 650 Mitarbeiter.

Bezugsfertig spätestens Anfang 2025

Der Baustart dürfte in die Niedrigwasserphase im Herbst 2023 fallen. Zeitlich sollte das MCI dann spätestens Anfang 2025 bezugsfertig sein. „Ich hatte großes Verständnis für die Enttäuschung, als es beim Neubau des MCI zu Verzögerungen gekommen ist. Umso glücklicher bin ich nun darüber, dass in den letzten Monaten wichtige Schritte gesetzt wurden und der Architekturwettbewerb entschieden ist“, betont Landeshauptmann Günther Platter (VP).

Tratter verweist darauf, es sei „für das Land Tirol wichtig, dass neben den hohen städtebaulichen und architektonischen Anforderungen auch die Kosten- und Terminvorgaben vom Siegerprojekt erfüllt werden“.

MCI-Rektor Andreas Altmann, der seit Jahren einen langen Atem hat, ist ebenfalls zufrieden, weil das Projekt in städtebaulicher, architektonischer, technischer und auch in wirtschaftlicher Betrachtung besteche. (pn)


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