NEOS streben ein neues „Wunder von Wörgl“ an
Wörgl – In mehr als 15 Gemeinden werden die NEOS bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2022 in Tirol antreten. „Wir rechnen mit einem Einzug in alle Gemeinderäte“, zeigt sich Landessprecher LA Dominik Oberhofer überzeugt. Wobei man mit Birgit Obermüller in Kufstein und Christoph Huber in Wörgl besonders optimistisch „auf den Bürgermeistersessel schielt“. Letzterer präsentierte gestern mit Hannelore Sanoll, Christina Islitzer, Christian Held und Julia Gütter-Huber seine Kandidaten an forderster Listen-Front.
„1932 haben mutige und innovative Entscheidungen des Gemeinderats Wörgl Weltruhm gebracht („Freigeldexperiment“, Anm.). Wir schaffen vielleicht nicht die Welt, aber immerhin ganz Tirol“, will er mit den NEOS ein neues „Wunder von Wörgl“ bewirken. Transparenz und Bürgerbeteiligung stehen an oberster Stelle, ein „Drüberfahren“ wie bei der Schließung des Wave dürfe es nicht mehr geben. Inhaltlich orientieren sich Huber und Team an der Jugend als Inbegriff der Zukunft. Es brauche neue Infrastruktur – vom Motorikpark über ein Freibad bis zu Langlaufloipen.
Huber: „Der TVB muss mehr in die Pflicht genommen werden. Es ist einer der finanzstärksten Verbände Tirols.“ Auch die Innenstadt-Leerstände sollen der Jugend „überlassen“ werden – für Start-ups und Kultur. Wörgl trage als „der“ Schulstandort im Unterland Verantwortung für die gesamte Region, „keine andere Gemeinde ist so von Bedeutung für die Zukunft“, ortet Oberhofer hohes Potenzial. Neben dem Ausbau von Radwegen bekennen sich die Pinken zur „autofreien, begrünten Bahnhofstraße“. (jazz)