Christbäume, Lawinengefahr und Rodel-Erfolge: Das war „Tirol Live"

ÖRV-Präsident Markus Prock, Lawinenexperte Rudi Mair und Johannes Astner, Obmann der Tiroler Christbaumproduzenten, waren am Mittwoch zu Gast bei „Tirol Live“.

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📽️ Video | Die komplette Folge von „Tirol Live" am Mittwoch

Rudi Mair: „Warnstufe 3 wird unterschätzt“

Vergangenen Winter starben bei Lawinenabgängen in Tirol sechs Personen, im Zehn-Jahres-Schnitt sind es sogar acht. Wie gefährlich ist es im Winter auf Tirols Bergen? Darüber hat Rudi Mair, der Leiter des Tiroler Lawinenwarndienstes, am Mittwoch bei „Tirol Live“ gesprochen. „Im Prinzip ist es sehr sicher“, so der Experte. In den vergangenen 35 Jahren habe zwar die Zahl jener, die abseits der Pisten unterwegs sind, mindestens um das Zehnfache zugenommen, „die absoluten Unfallzahlen bleiben aber relativ konstant“. Laut Mair passiere „relativ gesehen“ weniger als früher. Im heurigen Winter sei die Lage aber kritisch gestaltet, da schon im Herbst Schnee fiel. Auf diesen sei nun wieder eine neue Schicht gefallen, weswegen die Lawinenwarnstufe relativ hoch sei.

Meistens herrsche Warnstufe 1 oder 2, an einem Drittel der Tage Warnstufe 3 und nur in fünf Prozent der Tage die Stufe 4, was sehr selten sei. „Stufe 5 hatten wir – außer in Galtür – nur drei Mal“, so Mair. „Leider wird die Stufe 3 am meisten unterschätzt, da passieren aber zwei Drittel aller Unfälle“, sagte der Experte. Viele würden glauben, dass Stufe 3 so wie ein „Befriedigend“ in der Schule sei – das sei jedoch ein Irrglaube. „Stufe 3 bedeutet erhebliche Lawinengefahr. Da brauch‘ ich Erfahrung, da muss ich mich auskennen.“

Um das Risiko zu verringern, sei einerseits gute Ausrüstung wichtig, anderseits auch entsprechendes Wissen. Eine Ausbildung oder Schulung sei ratsam. „Das Wichtigste überhaupt ist: informieren, informieren, informieren – und zwar bevor man ins Gelände geht“, so Mair. Den Prognosen des Lawinenwarndienstes könne man Vertrauen schenken. „Bei einer Evaluierung kam eine Treffergenauigkeit von 95 Prozent heraus“, so Mair, der von vielen auch als „Lawinenpapst“ bezeichnet wird. Der aktuelle Lawinenreport für den nächsten Tag erscheine mittlerweile schon um 17 Uhr des Vorabends, was eine Planung einfacher mache.

📽️ Video | Rudi Mair in „Tirol Live“

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Österreichs Rennrodler surfen auf der Euphoriewelle

Nach dem historischen Triple durch Wolfgang Kindl, Madeleine Egle und den Doppelsitzern Thomas Steu/Lorenz Koller am vergangenen Wochenende herrscht bei Österreichs Rennrodlern Top-Stimmung. Verbandspräsident Markus Prock geriet angesichts der jüngsten Erfolge im „Tirol Live“-Gespräch richtig ins Schwärmen: „Es war sensationell – und das in der Höhle des Löwen im deutschen Altenberg. Da steckt sehr harte Arbeit dahinter.“

Nun will man beim Weltcup im heimischen Eiskanal von Igls ab Samstag nachlegen. „Gesamt gesehen haben wir noch nie so ein starkes Team gehabt“, sagte Prock beim Talk mit Moderatorin Jasmine Hrdina. Und er gab ein klares Ziel für die Heimrennen aus. „Wir wollen in allen Disziplinen wieder auf das Podium fahren.“

Nicht am Start sein wird unterdessen Deutschlands Rodel-Olympiasieger Felix Loch. Der 32-Jährige wurde positiv auf das Coronavirus getestet. „Schlitten in die Ecke stellen, positiv bleiben, negativ werden!“, gab der Gesamtweltcup-Sieger des Vorjahres sein Motto aus der häuslichen Quarantäne via Instagram preis. Auch seine Landsfrau Dajana Eitberger muss nach einem positiven Corona-Test für Igls passen.

📽️ Video | Markus Prock in „Tirol Live“

Einblicke in die Welt der Christbäume

Der Christbaum ist wohl der meistbesungene Baum der Welt. Aber warum ist ausgerechnet die Nordmanntanne so beliebt, wie hält sie lange frisch und was tut sich am Nadelbaummarkt in puncto Nachhaltigkeit? Das verriet Johannes Astner, Obmann der Tiroler Christbaumproduzenten, bei „Tirol Live“.

📽️ Video | Johannes Astner in „Tirol Live“

🎧 Podcast | „Tirol Live“ zum Nachhören


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