Stromkunden werden 2022 von Ökostromkosten komplett befreit

Ein Durchschnittshaushalt soll gegenüber heuer um rund 110 Euro im Jahr entlastet werden. Nach dem Ökostrom-Förderbeitrag soll nun nämlich auch die Förderpauschale entfallen.

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Der Initiativantrag wurde von ÖVP, SPÖ und Grünen eingebracht.
© Sascha Steinach via www.imago-images.de

Wien – Die heimischen Stromkunden ersparen sich im neuen Jahr die gesamten Kosten für Ökostrom, nicht nur wie bisher angenommen zwei Drittel davon. Damit wird ein Durchschnittshaushalt gegenüber heuer um rund 110 Euro im Jahr entlastet. Es entfällt nicht nur wie schon bekannt der Erneuerbaren Förderbeitrag von im Schnitt 67 Euro, sondern auch die Zählpunkt-Förderpauschale von 42 Euro, sieht ein Initiativantrag von ÖVP, SPÖ und Grünen vor.

Insgesamt komme es damit zu einem temporären Teuerungsausgleich von 870 Mio. Euro, hieß es am Freitagnachmittag in einer Aussendung im Namen von Klimaschutz-, Wirtschafts- und dem für Soziales zuständigen Gesundheitsministerium.

350 Mio. Euro entfallen dabei auf die Ökostrom-Pauschale und 520 Mio. Euro auf den Ökostrom-Förderbeitrag. Möglich ist der Ausgleich, da 2021 ein Überschuss an Einnahmen entstanden ist und wegen der hohen Energiepreise am Strommarkt geringere Mittel für Ökostrom zum Ausgleich des Marktpreises notwendig sind. Es könnten die Menschen entlastet werden, ohne dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien beeinträchtigt werde.

Der Initiativantrag der drei Parteien soll im Jänner im Parlament beschlossen werden. Alle, die bis dahin ihre Pauschale bereits gezahlt haben, sollen diese automatisch rückerstattet erhalten. (APA)

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