Innsbruck

Die Situation mit den Großtraktoren in Vill bleibt verfahren

Lauter Verbotsschilder.
© Parth

Für viele Reaktionen hat der Artikel über die Proteste der Anrainer des Handlhofweges in Vill gesorgt. 62 Personen fordern von der Stadt die Durchsetzung der Fahrverbote.

Innsbruck – Für viele Reaktionen hat der Artikel über die Proteste der Anrainer des Handlhofweges in Vill gesorgt. 62 Personen fordern von der Stadt die Durchsetzung der Fahrverbote.

Probleme mit Großtraktoren seien tirolweit ein Thema, erklärten auch die Anrufer. Man sei dem Lärm und Gestank von Großtraktoren, die als Transporteure auftreten, hilflos ausgeliefert. Indes gibt Florian Pittl, Dienstleister für landwirtschaftliche Lohnarbeiten, an, er verfüge über eine Ausnahmegenehmigung. Demnach darf er den Handlhofweg mit zwei Traktoren befahren, sofern diese sich nicht begegnen.

Pittl erklärte gegenüber der TT weiter, der Weg werde auch von anderen Unternehmern genützt, die keine Genehmigung hätten. Auf Anfrage bei der Stadt hieß es dazu: Die Straßenverkehrsbehörde kann Ausnahmen von bestehenden Verkehrsge- und -verboten erteilen. Die Voraussetzungen sind gesetzlich geregelt, man dürfe aber keine Auskunft erteilen.

Thomas Parth, Sprecher der Bürgerinitiative, kritisiert, dass „die Anrainer nur durch Anzeigen herausfinden können, wer eine Ausnahmegenehmigung hat“. Die Situation ist verfahren. Bernhard Knapp von der Verkehrsabteilung des Landes betont die Zuständigkeit der Stadt, gesteht aber ein, dass man mit Traktoren, die Baumaterial transportieren, keine Freude habe. „Wir dachten, die Wirtschaftskammer macht Druck, weil ein Wettbewerbsnachteil entsteht, da Traktoren die Beschränkungen für Lkw unterlaufen.“ Leider würden Transportfirmen nun auch auf Traktoren zurückgreifen. Regeln müsse man das bundesweit. Zur Bewusstseinsbildung im Land gebe es die Aktion „Große Reifen, große Verantwortung“. LR Felipe habe das Ministerium auch ersucht, den F-Führerschein, der zur Fahrt mit 40t berechtigt, nicht schon ab 17 Jahren freizugeben. (TT)

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