Die unbelohnte Moral nährt im Haifischbecken die Zuversicht

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Tim McGauley hält nun bereits bei 26 Scorerpunkten.
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Von Daniel Lenninger und Tobias Waidhofer

Die Moralinjektion war den Innsbrucker Haien am Freitagabend in der ICE Hockey League garantiert. Schließlich feierten 1500 Fans nach beendetem Lockdown ihr Comeback in der Tiwag Arena. Dass es letztlich nur die halbe Dosis wurde, lag an der 2:3-Niederlage im ersten Saisonduell mit den Graz 99ers.

Kein unverdientes Ergebnis, zumal die HCI-Cracks über weite Strecken müde und fahrig wirkten. „Wir wissen, dass wir besser spielen können“, gestand Co-Trainer Florian Pedevilla: Dabei mussten die Steirer nach dem Gastspiel in Dornbirn am Vorabend die Doppelbelastung wegstecken. Aber das aus dem 6:2-Kantersieg gewonnene Selbstvertrauen machte ganz offensichtlich die müden Beine wett. Der Triumph in Innsbruck bedeutete für die formstarken Grazer den vierten vollen Erfolg in Serie.

Zurück zu den Haien, die nach einem 0:2-Rückstand im abschließenden Drittel ihre Zähne zeigten und dafür noch mit dem Ausgleich belohnt wurden. Eine mögliche Verlängerung verhinderten auch „Kommunikationsprobleme“ in der Defensive, wie Pedevilla betonte. Ben Blood ließ das Pendel fünf Minuten vor Spielende zugunsten der Grazer ausschlagen. Zwischen Schwarz und Weiß lassen sich auch im Sport Grau- zonen finden, aus denen der HCI neue Kraft schöpfen kann. Die dargebotene Moral zählt definitiv dazu.

Die Haie mussten einen kollektiven Dämpfer hinnehmen. Ein individueller Lichtblick: Neuzugang Tim McGauley scheint nach schwachem Start längst angekommen zu sein und stieg mit einem Treffer und einem Assist zum internen Top- scorer auf. Eine Vormachtstellung, die sich der Kanadier zuvor mit seinem Teamkollegen Michael Huntebrinker geteilt hatte. Wer am Dienstag zuhause gegen Dornbirn trifft? Sekundär. Die Haie möchten zurück auf die Siegerstraße. Pedevilla kennt die Erfolgsformel: „Wir müssen so spielen, wie wir gegen Graz aufgehört haben.“

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