Die gute Geschichte: Solidarität, die Leben rettet

Seit 20 Jahren hilft der Verein „Brillos“ rund um Primar Bernhard Spechtenhauser im „Armenhaus der Welt“ – dank großzügiger Spenden aus Tirol.

  • Artikel
  • Diskussion
Primar Bernhard Spechtenhausers Verein „Brillos“ hilft Tausenden Menschen in Bolivien.
© Brillos

Kufstein – „Ich nutze diese Botschaft, um allen Menschen von ganzem Herzen zu danken, die die Realisierung dieses Projekts ermöglichen, allen voran Dr. Bernardo Spechtenhauser, der Jahr für Jahr unermüdlich daran arbeitet, Problemen und schwierigen Situationen Herr zu werden, in denen sich viele unserer Mitmenschen befinden: Kinder ohne Schulbildung, Kranke ohne medizinische Versorgung, Familien ohne Nahrungsmittel. Armut und fehlendes Arbeitsangebot sind der Grund hierfür. Viele Menschenleben wurden bereits gerettet. Danke für diese Solidarität, Liebe und uneingeschränkte Großzügigkeit.“

Die Worte von Sr. Rosa Maria von den Arenberger Dominikanerinnen in Bolivien drücken aus, wie wertvoll und notwendig die Hilfe des Tiroler Vereins „Brillos“ ist. Mit zwei Millionen Euro Spendengeldern in 20 Jahren und Hilfe für mittlerweile fast 20.000 Menschen konnte der Kufsteiner Primar mit seinen Mitstreitern im „Armenhaus der Welt“ Gutes tun. Durch Zufall war Spechtenhauser in das Land gekommen, das Schicksal der „Brillos“, jener Jugendlichen, die sich mit Schuhputzen durchs Leben schlagen müssen, hat ihn dazu bewegt, ein Hilfsprojekt auf die Füße zu stellen, das gewaltig gewachsen ist. Auch und vor allem mit Spenden aus Tirol!

Aber noch immer drohen Hunderttausenden Familien durch die Corona-Pandemie ausgelöste Arbeitslosigkeit oder sogar der Hungertod. Hier hilft „Brillos“ mit Suppenküchen als Sofortaktionen. Bei den langfristigen Projekten steht Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund. In Santa Cruz und Sucre entstanden und entstehen weiterhin Betreuungs- und Ausbildungsplätze für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung. „Nur mit einer Ausbildung sind sie in der Lage, sich selbst zu ernähren“, sagt Spechtenhauser. Ansonsten droht Jugendlichen ein Leben auf der Straße. Zum Programm gehören auch Stipendien für Studenten. Zudem werden landwirtschaftliche Projekte unterstützt oder ganz einfach den Ärmsten der Armen ein Dach über den Kopf gegeben oder medizinische Hilfe ermöglicht. „Für die Menschen ist es auch wertvoll, dass sie wissen, dass wir in Tirol an sie denken. Das gibt ihnen viel Mut und Kraft“, erzählt Spechtenhauser.

Wer mithelfen will: IBAN AT88 2050 6077 0000 1717, BIC SP-KUAT22. Infos: www. brillos.net (wo)

Gewinnspiel: Jahresabo für Body & Soul

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren


Schlagworte