1:5-Pleite gegen Dornbirn: Haie leisten sich einen bitteren Selbstfaller

Bei der 1:5-Heimpleite gegen Dornbirn stolperten die Haie zum Leidwesen der treuen Fans mit der schlechtesten Saisonleistung über sich selbst.

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Der Anblick der Innsbrucker Haie erzeugte vor Goalie Tom McCollum schwere Schmerzen. Die Innsbrucker schlitterten gegen Dornbirn in eine 1:5-Heimniederlage.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Mit der Körpersprache einer angeschossenen Fleischfliege tut man sich schwer, in einer ersten Liga ein Match zu gewinnen. Selbst wenn man den Tabellenvorletzten zu Gast hat, der zuvor gerade zwei von 19 Partien gewonnen und schon 109 Gegentreffer kassiert hat.

Die Haie waren am Dienstag mental nicht bereit, die größere individuelle Klasse über die Arbeit in den Ertrag umzuwandeln. Der schläfrige Beginn mündete in einem 0:1-Rückstand nach gerade einmal 14 Sekunden. Topscorer Tim McGauley fand zwar mit dem 1:1 (5.) die rasche Antwort, die überlegenen Haie ließen im ersten Drittel aber zwei Powerplay-Chancen aus. Was auch daran lag, dass eben der nötige Nachdruck fehlte.

Der Start in den zweiten Abschnitt verlief ähnlich wie der in den ersten: Ex-Hai Sam Antonitsch sagte 77 Sekunden nach Wiederanpfiff mit einem Abstauber zum 1:2 (22.) Danke. Nur gut eine Minute später erhöhte Philipp Pöschmann nach herrlicher Vorarbeit von Nikita Jevpalovs zum 1:3. Die Haie hatten Dornbirn starkgemacht und selber den Faden verloren. Die Strafe folgte weiterhin auf dem Fuß: Während die Innsbrucker zwei weitere Überzahl-Möglichkeiten ungenützt ließen, marschierte der gerade von der Strafbank gekommene Colton Beck alleine auf HCI-Goalie Tom McCollum, der auch nicht seinen besten Tag hatte, und markierte das 1:4 (35.). Die Hausherren ließen in der Folge auch das fünfte Powerplay gegen den 20-jährigen Dornbirn-Goalie Felix Beck ungenützt und schlichen in die Kabine.

Es stimmt, dass auch die Haie einmal einen schlechten Tag und „Zahnweh“ haben können. Am Dienstag schien es nach 40 Minuten aber so, als hätte das Team fast sein gesamtes Gebiss verloren.

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Obwohl HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe im letzten Drittel im Angriff zwei „Atomblöcke“ formierte, blieben die ersehnte Aufholjagd und das Vorweihnachtswunder aus. Stattdessen kassierten die Haie noch das 1:5. Die Fahrt zum Auswärtsmatch nach Znojmo wird am Mittwoch nach der dritten Niederlage in Serie sicher keine leichte ...


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