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Erhöhung der Umsatzsteuer: AK warnt vor Preiserhöhungen

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Mit der Erhöhung der Umsatzsteuer könnten die Preise steigen.
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Wien – Mit 31. Dezember 2021 endet der begünstigte Umsatzsteuersatz von 5 % für Hotellerie und Gastronomie. Damit kommt wieder der „alte“ Umsatzsteuersatz von 10 % für Speisen und nichtalkoholische Getränke zur Anwendung. Prompt gab es in der Branche viel Kritik; einzelne Branchenvertreter kündigten bereits Preiserhöhungen an. Ein Vorhaben, das die Arbeiterkammer scharf verurteilt.

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Die Umsatzsteuer-Senkung wurde ab Juli 2020 eingeführt, um der Hotellerie und der Gastronomie den Einnahmenausfall aufgrund der Corona-Maßnahmen zu kompensieren. Die Regierung hatte dabei betont, dass die Preise für die Konsumenten nicht herabgesetzt – also nicht weitergegeben – werden sollten, da der daraus erzielte höhere Nettogewinn bewusst den Unternehmen zufließen sollte. „Deshalb dürfen die Gastronomen die Endpreise auch nicht erhöhen, wenn ab Jänner 2022 die Umsatzsteuer wieder auf den alten Wert zurückgeführt wird“, meint dazu AK-Präsident Erwin Zangerl. Die Preise für die Konsumenten müssten gleich bleiben, schon deshalb, weil sie auch von der Senkung nicht profitiert hätten.

Während Wifo-Chef Gabriel Felbermayr und einige anderen Ökonomen die Anhebung der Umsatzsteuer begrüßen, fordern die Branchenvertreter weiter vehement die Fortführung. So ist für die Österreichische Hoteliervereiniung (ÖHV) der verringerte Steuersatz „in der derzeitigen Situation für den Tourismus unverzichtbar“, da es selbst mit dem reduzierten USt-Satz schwierig sei, wirtschaftlich zu arbeiten. (TT, hu)


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