Briefe an die TT-Leser: Die Fest-Wünsche der Staatsspitze

Briefe von Bundespräsident sowie Kanzler und Vizekanzler gingen wieder an die TT-LeserInnen.

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit seinem First Dog July vor dem aus Tirol in die Hofburg gelieferten Christbaum.
© Pfarrhofer

Innsbruck – Zu Weihnachten richteten die Spitzen der Republik in Briefen an die TT-Chefredaktion wieder ihre Wünsche für ein besinnliches, frohes und erholsames Fest aus. Das zu Ende gehende Jahr 2021 sei ein schwieriges und herausforderndes Jahr für die Gemeinschaft, schreibt Bundespräsident Alexander Van der Bellen. „Und wenn ich von Gemeinschaft spreche, dann meine ich ausdrücklich uns alle.“ Die Corona-Pandemie habe für die meisten gesundheitliche, wirtschaftliche, zwischenmenschliche oder gesellschaftliche Auswirkungen. „Bei allen Unterschieden, bei allen Zweifeln und bei allen Verletzungen, die die Pandemie verursacht hat, wollen wir uns aber auch nach dieser Krise noch in die Augen schauen können. Wir dürfen daher nicht zulassen, dass die Gräben noch tiefer werden. Denn wir gehören zusammen, wir brauchen einander. Und wir alle gemeinsam sind Österreich!“

Für den Bundespräsidenten gehe es gerade jetzt zu Weihnachten um die Fähigkeit, das Gute im jeweils anderen zu sehen, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen, die Lösung zum Wohl aller über die eigenen Interessen zu stellen und das Gespräch mit allen zu suchen. „Diesen Geist brauchen wir.“

Die Pandemie habe den Bürgerinnen und Bürgern alles abverlangt, doch auch innenpolitisch habe 2021 „große Veränderungen gebracht und das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik auf die Probe gestellt“, schreiben Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Gerade die letzten Monate hätten noch stärker gezeigt, wie groß die Bedeutung kritischer und unabhängiger Medien wie der TT sei. „Im Internet und in sozialen Netzwerken kursierende Falschbehauptungen erschweren nicht nur den Kampf gegen diese Pandemie, sie können auch zu realer gesundheitlicher Gefährdung von Menschen führen“, so Nehammer und Kogler.

Weihnachten sei traditionell die Zeit des Miteinanders und der Besinnlichkeit. Der Lockdown der letzten Wochen habe eine kurze Atempause verschafft. Mit der Omikron-Variante würden aber erneut große Herausforderungen auf Österreich zukommen. „Diese Pandemie ist eine Zumutung für uns alle, dieses heimtückische Virus verändert sich immer wieder. Dem Kampf gegen diese Pandemie, aber auch dem Versuch, Brücken innerhalb der Gesellschaft wiederaufzubauen, gilt all unsere Aufmerksamkeit. Hören wir einander zu und nehmen wir die Sorgen der anderen ernst!“ (TT)

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