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Todesstoß für die Haie gegen Salzburg: Huber traf mitten ins Tiroler Herz

Der HCI befreite sich am Sonntag vom massiven Salzburger Anfangsdruck, ehe ein Lokalmatador eine mögliche Überraschung im Keim erstickte. Die Haie verloren 1:4.

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Ausgerechnet der Tiroler Mario Huber (weiß) verpasste dem HCI gestern den Todesstoß. Nico Feldner (Mitte) verlor gegen seinen Ex-Club 1:4.
© gepa

Von Daniel Lenninger

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Innsbruck – Der 26. Dezember würde auch als Westderby-Tag durchgehen. Schließlich kreuzten die Innsbrucker Haie und Red Bull Salzburg am Stefanitag in den vergangenen fünf Jahren dreimal die Eishockey-Schläger. Stets mit dem besseren Ende für den HCI. Das Momentum sprach am Sonntag aber klar für die Mozartstädter – der Tabellenführer reihte zuletzt in der ICE Hockey League fünf Siege aneinander und traf dabei 26-mal. Als vor 1800 Zuschauern in der Tiwag-Arena der Eröffnungsbully fiel, zählte aber nur das Hier und Jetzt.

Und HCI-Goalie Rene Swette, der wie schon beim vorweihnachtlichen 6:2-Sieg in Znojmo den Vorzug gegenüber Thomas McCollum erhielt, musste ab der ersten Sekunde seinen Mann stehen. Der massive Druck des mit Selbstvertrauen vollgepumpten Spitzenreiters mündete dann in die verdiente Gästeführung durch Peter Hochkofler (9.). Es kam sogar der Verdacht auf, Salzburg würde minutenlanges Powerplay praktizieren. Ein weiterer der unzähligen Pucks, der Swette um die Ohren flog, landete hinter ihm im Netz – Tim Luca Harnisch ließ sich als Torschütze feiern (12.).

Und dann kam das erste tatsächliche Powerplay. Das Überzahlspiel – der Salzburger Ty Loney musste auf die Strafbank – brachte die in die Defensive gedrängten Innsbrucker zurück ins Spiel. Den Schuss von Joel Messner fälschte Tim McGauley unhaltbar ab (1:2/14.). Kurz darauf jagte Michael Huntebrinker den Puck knapp am Gehäuse vorbei. Die Verschnaufpausen konnte man bis dato an einer Hand abzählen.

Die zum Wiederbeginn animierende Sirene versprach neue Action. Und die Haie konnten etwas mehr Paroli als noch im ersten Abschnitt bieten. Es passte daher ins Bild, dass das Team von Headcoach Mitch O’Keefe das erste Salzburger Überzahlspiel ohne Schaden überstand. Mit seinem Schuss, der am Kreuz- eck vorbeistreifte, ließ Daniel Leavens die Maske tragenden Haie-Fans vom Ausgleich träumen. Und genau in diese von Hoffnung geprägte Phase fiel der Salzburger Treffer des Tirolers Mario Huber zum 1:3 (36.). Die Höchststrafe – Leavens servierte einem Gäste-Spieler die Scheibe auf dem Silbertablett – blieb im Mitteldrittel aus. Der Faustkampf zwischen Zach Magwood und Ali Wukovits nicht.

Fehlende Moral konnte man den Haien im abschließenden Drittel nicht unterstellen, sehr wohl aber den nötigen Nachdruck – etwa bei Möglichkeiten für Huntebrinker und McGauley. Der Treffer von Peter Schneider in das leere Tor war nur noch Ergebniskosmetik. Am Stefanitag jubelte also wieder einmal Salzburg. Der HCI findet am Dienstag in Bozen die nächste Chance auf einen Derbysieg vor.

ICE Hockey League

  • EC-KAC – EC Grand Immo VSV 9:1 (3:0,1:1,5:0)
  • Black Wings Linz – Moser Medical Graz99ers 0:6 (0:1,0:1,0:4)
  • HC Znojmo – Hydro Fehervar 6:3 (3:1,1:0,2:2)
  • Dornbirn Bulldogs – HCB Südtirol Alperia 2:4 (1:1,0:0,1:3)
  • HC Innsbruck – EC Red Bull Salzburg 1:4 (1:2,0:1,0:1)
  • Pustertal Wölfe – Olimpija Ljubljana 3:2 (1:0,0:2,2:0)

Nächste Runde – Dienstag (28.12.2021):

  • spusu Vienna Capitals – HC Znojmo 19.15
  • Dornbirn Bulldogs - Pustertal Wölfe 19.15
  • Moser Medical Graz99ers – EC-KAC 19.15
  • EC Red Bull Salzburg – Black Wings Linz 19.15
  • EC Grand Immo VSV – Olimpija Ljubljana 19.15
  • HCB Südtirol Alperia – HC Innsbruck 19.45

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