Noch mehr Verkehr befürchtet: Genehmigung für den Ausbau der B100 regt auf

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Die Drautalbundesstraße B100 könnte nach dem Ausbau noch mehr Schwerverkehr anziehen, fürchten Transitgegner.
© Oblasser

Lienz, Greifenburg – Die Bewilligung für die Umfahrung Greifenburg ist erteilt. Das empört Umweltschutz-Organisationen und betrifft auch Ost- und Südtirol.

Doch von Anfang an: Die Drautalbundesstraße verläuft von Spittal an der Drau, wo die A2 endet, durch Oberkärnten und Osttirol bis zur Südtiroler Grenze und wird dann als Pustertaler Staatsstraße weiter bis zum Anschluss an die Brenner-Autobahn geführt. Seit Jahren plant das Land Kärnten eine Umfahrung einiger Gemeinden in Oberkärnten, die stark unter dem Verkehr mitten durch den Ort leiden – so zum Beispiel Greifenburg.

Umweltaktivisten wiederum befürchten, dass der Ausbau der B100 noch mehr Schwerverkehr anlockt, vor allem so genannte Mautflüchtlinge, die durch den Weg über eine Bundesstraße die Autobahnmaut sparen wollen. In diesem Zusammenhang hat die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik ein Nachtfahrverbot für Transit-Lkw gefordert. Michael Dünhofen, Obmann des Vereins „Lebensraum Oberes Drautal“, sagt, man werde den Bescheid beeinspruchen. „Die Umfahrung Greifenburg ist stark überdimensioniert. Neue Straßen haben noch nie Verkehrsprobleme gelöst.“

Das Land Kärnten macht in der Bewilligung unter anderem geltend, dass laut Verkehrszählung der weitaus größte Teil des Güterverkehrs von Transporten innerhalb des Wirtschaftsraumes Osttirol-Oberkärnten erzeugt wird, und nicht vom überregionalen Lkw-Transit. Die Umfahrung verhindere außerdem viele Unfälle. (co)

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