Mitreißende Zeitreise mit rasanten Effekten beim Kufsteiner Lichtfestival

Das Kufsteiner Lichtfestival auf der Festung Kufstein wurde gestern eröffnet. Wegen Corona sind nur kleinere Gruppen möglich.

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In eindrucksvollen Bildern und Projektionen erlebt der Besucher die Geschichte der Festung und der Stadt Kufstein mit.
© Otter

Von Wolfgang Otter

Kufstein – Was würde wohl eine Festung erzählen, wenn sie könnte? Eine wie jene in Kufstein, die seit Jahrhunderten über der Stadt wacht und darauf hinabschaut? Wäre sie wohlgesonnen oder wäre sie böse auf die Menschen und deren Treiben zu ihren Füßen? Fragen, die sich auch Klaus Reitberger stellte. Vom Kufsteiner Kulturreferenten stammen nämlich das Konzept und der Text für das multimediale Erlebnis beim Lichtfestival „Stimme der Burg“. Für die technische Umsetzung ist die Wiener Agentur Lumine Projections verantwortlich, die auf großformatige Panoramaprojektionen und auf die Architektur angepasste 3D-Videomappings spezialisiert ist, mit denen Gebäude und Räume künstlerisch in Szene gesetzt werden. Der Anstoß zum Festival kam vom Hotelier und Ersatz-GR Simon Hermann Huber.

Die Heldenorgel darf in der Geschichte von Kulturrefent Klaus Reitberger (M.) nicht fehlen. Der Kaiserturm zeigt sich beim Festival einmal anders.
© Otter

Am Montagabend war es dann so weit, die ersten Gruppen durften hinter einer Führerin mit einer Laterne durch eine nächtliche Burg spazieren, was ja an und für sich schon ein Erlebnis ist. Und was sagt sie nun, die Burg, zu den Besuchern, die erwartungsvoll vor ihr stehen? Sie zeigt ihnen mal mit Wohlwollen, aber auch mal mit erhobenem Zeigefinger ihr Tun auf. Sie erzählt von Kriegen, aber auch Errungenschaften, von Menschlichkeit genauso wie Unmenschlichkeit. Aber auch von Seuchen und den Fähigkeiten des Menschen, sie mit Erfindergeist und Wissenschaft zu besiegen. Die Anspielung auf die Pandemie ist nicht zu überhören. Genauso wenig wie jene auf die Klimakrise. Spezialeffekte und rasante Bilderwechsel sorgen dabei dafür, dass es nicht langweilig wird, und der Weg zum Herz der Festung durch die Gänge der Burg lässt sogar ein bisschen Abenteuerstimmung aufkommen.

„Wir wollten nicht einfach eine Liebesgeschichte vom Burgfräulein Kunigunde und Ritter Kunibert, es sollte eine tiefgründige Geschichte sein“, erzählte BM Martin Krumschnabel bei der Eröffnung. Freude auch beim TVB Kufsteinerland, der mit der Stadt Träger des Festivals ist und dessen Obmann Georg Hörhager um die Realisierung kämpfte. Aber auch auf der Burg hinterlässt die Pandemie ihre Spuren. „Wir müssen die Führungen auf 25 Personen beschränken“, bedauert Thomas Ebner, Geschäftsführer des durchführenden Stadtmarketings. Noch bis Ende Jänner sind täglich ab der Dämmerung zehn Führungen geplant. Infos auf lichtfestival.kufstein.at oder beim TVB.

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