Beschluss im Gemeinderat: Förderung für Weißenbacher Lift ist futsch

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Für den Lift gibt es keine Förderung mehr.
© Nikolussi Hans

Weißenbach – Der Moosberglift in Weißenbach ist einer jener kleinen Tiroler Lifte, die sich wirtschaftlich selbst nicht tragen, aber für die ortsansässige Jugend einen großen Mehrwert besitzen. Schon 2010 kam der Lift ins Straucheln, seit einem Jahrzehnt wird er nun von einem Verein betrieben. Neben mehreren Sponsoren hat vor allem die Gemeinde Weißenbach jährlich 5000 Euro zugeschossen. Dieser Beschluss wurde 2011 gefasst. Damit ist vorläufig Schluss.

Schon 2019 legte Weißenbach fest, dass es im Ort keine automatischen Dauerförderungen mehr geben darf. Förderungen würden nur noch gewährt, wenn glaubhaft nachgewiesen wird, dass der Verein notwendige Investitionen aus eigener finanzieller Kraft nicht finanzieren kann. „Bis heute wurde vom Verein Erhaltung Moosberglift kein Ansuchen mit Vorlage des aktuellen Vereinskassastandes für die Jahre 2020 und 2021 vorgelegt“, heißt es im Gemeinderatsprotokoll der aktuellen Dezembersitzung, bei der Vereinsmitglieder aufmarschiert waren, aber nicht gehört wurden.

Der Gemeinderat beschloss mit 11:1 Stimmen, die 10.000 Euro nicht auszubezahlen. Lift-GF Thomas Kerle sieht vor allem in der Gesellschaftsumwandlung eine komplexe Problemlage. Bei einer GmbH dürfe er gewisse Zahlen nicht einfach öffentlich bekannt machen. 90 Prozent der Arbeit würde gratis gemacht, die jährlichen Gesamtkosten seien auf unter 17.000 Euro gedrückt worden. „Der Betrieb ist diesen Winter jedenfalls noch gesichert“, so Kerle. (hm)


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