Entgeltliche Einschaltung

Zahl der Pflichtschüler steigt bis 2030 um mehr als fünf Prozent

In Österreich droht ein Lehrermangel: Bis 2030 geht ein Viertel der Lehrkräfte an Volksschulen und ein Drittel an Mittelschulen in Pension. Gleichzeitig steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Pflichtschulalter an.

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© APA (dpa)

Wien – Die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Pflichtschulalter wird bis 2030 um mehr als fünf Prozent steigen – im gleichen Zeitraum geht ein Viertel der Lehrkräfte an Volksschulen und ein Drittel an Mittelschulen in Pension. "Eine ausreichende Rekrutierung von neuen Lehrkräften bleibt somit eine wesentliche Herausforderung, um dem Szenario eines Lehrermangels zu entgehen", heißt es im neuen Nationalen Bildungsbericht.

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Im Detail wird bei den Sechs- bis Neunjährigen (also dem typischen Volksschulalter) ein Plus von rund fünf Prozent erwartet, bei den Zehn- bis 14-Jährigen ein Anstieg von etwa sieben Prozent. Allerdings wird diese Entwicklung laut Prognose in den Bundesländern unterschiedlich verlaufen. In Wien wird etwa ein deutlich höherer Anstieg als im Österreichschnitt erwartet, während Kärnten sogar mit einem Rückgang der Schülerzahl in diesen Altersgruppen rechnen muss.

Lehrermangel droht

"Für die Schulen bedeutet dies kurzfristig höhere Klassenschülerzahlen, mittelfristig aber bereits einen erhöhten Bedarf an Klassen und damit an Lehrpersonal", so der Bericht. "Zusammen mit der Altersstruktur der aktiven Lehrkräfte ist das Szenario eines Lehrkräftemangels im Pflichtschulbereich in den nächsten Jahren nicht auszuschließen."

An den Volksschulen waren im Schuljahr 2019/20 24 Prozent der Lehrkräfte 55 Jahre oder älter – sie gehen also spätestens 2030 in Pension. An den Mittelschulen beträgt dieser Prozentsatz 33 Prozent, an den AHS 30 Prozent – wobei letztere aber natürlich auch die Oberstufen (und damit eine andere Schüleraltersgruppe) mitumfassen.

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Auch Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) bezeichnete diese Entwicklung als Herausforderung: "Hier wirkt das Bildungsministerium bereits mit Quereinstiegsmodellen, Bedarfserhebungen in den Regionen sowie gezielter Steuerung entgegen", so der Minister in einer Aussendung. (APA)


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