Entgeltliche Einschaltung

Allgemeinmedizinerin Geley neue Gesundheitsdirektorin für Tirol

Seit 1. Jänner 2022 hat Tirol eine neue Gesundheitsdirektorin: Mit der Allgemeinmedizinerin Theresa Geley übernimmt eine ausgewiesene Expertin im Tiroler Gesundheitswesen diese Funktion.

  • Artikel
  • Diskussion
Die neue Gesundheitsdirektorin für Tirol Theresa Geley.
© Land Tirol/Knabl

Innsbruck – Die Allgemeinmedizinerin und Gesundheitsexpertin Theresa Geley hat am 1. Jänner die Funktion der Tiroler Gesundheitsdirektorin übernommen. Die 56-jährige Innsbruckerin war schon im November interimistisch auf Thomas Pollak gefolgt, der sich zurückgezogen hatte. Damals war von internen Streitigkeiten die Rede, genauere Gründe für den Abgang wurden seitens des Landes nicht genannt. Geley will die "Stärkung und Entwicklung des öffentlichen Gesundheitsdienstes" forcieren.

Entgeltliche Einschaltung

Geley, die bereits seit 2008 in den Diensten des Landes steht, nannte in einer Aussendung am Montag das Ziel, durch "aktive Gestaltung der Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Gesundheitsbereichs in Tirol" die Gesundheit der Bevölkerung zu "erhalten und zu verbessern sowie Lösungen für bestehende Probleme zu erarbeiten".

Die Allgemeinmedizinerin war drei Jahre lang im Bereich Immunologie am Institut für Pathophysiologie wissenschaftlich tätig und ist seit 2004 als Arbeitsmedizinerin aktiv. Beim Tiroler Gesundheitsfonds war sie als medizinische Expertin unter anderem zuständig für die Qualitätssicherung und -förderung – insbesondere in den Tiroler Krankenanstalten – und für die allgemeine Prozessverbesserung im Gesundheitswesen sowie für Versorgungsabläufe. Zuletzt war Geley Mitarbeiterin im Büro von Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP).

Diese beschrieb Geley als "dieser neuen Aufgabe bestens gewachsen". Sie sei "seit über zwölf Jahren im Landesdienst tätig" und verfüge über "ein breites Netzwerk und beste Kenntnisse über Struktur und Abläufe innerhalb der Landesverwaltung als auch des gesamten Tiroler Gesundheitswesens". Durch ihre Tätigkeit im Dienst des Tiroler Gesundheitsfonds könne sie auf "eine breite Erfahrung in den Bereichen Organisation, Qualitätssicherung und Verbesserung bestehender Abläufe" verweisen.

Jetzt eines von fünf Jahresabos für Body & Soul gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

Zur Person

Seit 1. Jänner 2022 hat Tirol eine neue Gesundheitsdirektorin: Mit der Allgemeinmedizinerin Theresa Geley übernimmt eine ausgewiesene Expertin im Tiroler Gesundheitswesen diese Funktion. Nach ihrem Medizinstudium an der Universität Innsbruck war Geley drei Jahre lang im Bereich Immunologie am Institut für Pathophysiologie wissenschaftlich tätig. Seit 2004 ist Geley als Arbeitsmedizinerin aktiv. Die 56-jährige Innsbruckerin und Mutter dreier Töchter im Alter zwischen 18 und 25 Jahren steht seit 2008 in Diensten des Landes Tirol. Beim Tiroler Gesundheitsfonds war sie als medizinische Expertin unter anderem zuständig für die Qualitätssicherung und -förderung – insbesondere in den Tiroler Krankenanstalten – und für die allgemeine Prozessverbesserung im Gesundheitswesen sowie für Versorgungsabläufe. Ein erfolgreiches Projekt der letzten Jahre, an dem Geley maßgeblich beteiligt war, ist beispielsweise der „Tiroler Schlaganfallpfad“, der die Diagnose- und Behandlungsabläufe bei Schlaganfällen vom Akutereignis bis zur ambulanten Rehabilitation festlegt. Durch die Optimierung der Abläufe konnten die Rehabilitationschancen der PatientInnen mit Schlaganfall deutlich verbessert werden. Zuletzt war Geley Mitarbeiterin im Büro von Gesundheitslandesrätin Annette Leja.

Differenzen mit ehemaligem Gesundheitsdirektor kolportiert

Im November war von Differenzen zwischen dem ehemaligen Gesundheitsdirektor Pollak und Gesundheitslandesrätin Leja die Rede gewesen. Pollak war von Anfang Februar 2021 bis November im Amt und kehrte im Jänner in die landeseigenen tirol kliniken zurück, um dort "die Geschäftsführung in medizinisch-strategischen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten unterstützen", hieß es.

Die Gesundheitsdirektion war im Zuge der Aufarbeitung der Causa Ischgl installiert worden. Der Schritt basierte auf Empfehlungen der Ischgl-Untersuchungskommission rund um Ex-OGH-Vizepräsident Ronald Rohrer.

Als Gesundheitsdirektorin steht Geley den Abteilungen Gesundheitsrecht und Krankenanstalten, Landessanitätsdirektion, Landesveterinärdirektion, der Abteilung Pflege sowie der Abteilung öffentlicher Gesundheitsdienst vor. Geley fungiert dabei insbesondere auch als Verbindungsstelle zwischen der politischen Ebene und den jeweiligen Fachabteilungen. (APA)


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung