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Lebenshilfe Tirol: Information als Schlüssel für aktives Krisenmanagement

Die Lebenshilfe Tirol hat ihre Abläufe im Umgang mit der Pandemie auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Von den Befragten gab es Bestnoten.

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Klienten und Angehörige fühlen sich laut der IMAD-Umfrage in der Corona-Pandemie von der Lebenshilfe Tirol sehr gut begleitet.
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Innsbruck – Die Corona-Krise stellt besonders für Menschen mit Behinderungen und deren Familien eine große Herausforderung dar. Lockdowns, Ausgangsbeschränkungen, laufende Testungen, die Einstufung als Hochrisikogruppen sowie die Einschränkung der sozialen Kontakte bedeuteten aber auch, dass die Lebenshilfe Tirol Abläufe und Angebote umstellen und anpassen musste, um weiterhin für die Klientinnen und Klienten da sein zu können.

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„Wir haben bereits sehr früh, nämlich Ende Februar 2020 damit begonnen, die Krise aktiv zu managen und nicht nur zu erleiden und zu erdulden“, erklärt Lebenshilfe-Geschäftsführer Georg Willeit. Dabei habe man vor allem auf rasche und laufende Information gesetzt. „Es war uns wichtig, aktiv aus der Krise hinaus zu agieren und damit ein sicherer Anker zu sein“, so Willeit. Als etwa 400 der 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden mussten und zahlreiche Ausfälle aufgrund von Krankheitsfällen oder Quarantäneregeln zu verkraften waren, sei es trotzdem gelungen, den größten Teil der Leistungen weiter anbieten zu können. Dort, wo Werkstätten vorübergehend geschlossen werden mussten, wurde das Personal anderen Bereichen wie etwa den Wohngruppen zugeteilt. Die Lebenshilfe habe dabei bewiesen, dass das Motto „Das sind Wir“ nicht nur auf dem Papier existiert, sondern auch gelebt werde, betont Willeit.

Bestätigt sieht er sich durch die Ergebnisse einer Umfrage, die die Lebenshilfe beim IMAD-Institut in Auftrag gegeben hat. „Die Zufriedenheit mit der Unterstützung und Begleitung der Lebenshilfe Tirol während der Corona-Pandemie lag bei 95 Prozent“, berichtet Barbara Traweger-Ravanelli vom IMAD-Institut. Befragt wurden 305 Angehörige und Erwachsenenvertreter von durch die Lebenshilfe Tirol begleiteten Menschen. 74 Prozent gaben an, dass sie „sehr gut“ informiert wurden, 19 Prozent „eher gut“. Mehr als acht von zehn Befragten erklärten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe sehr gut erreichbar waren. Nur zwei Prozent gaben an, dass die Erreichbarkeit nicht zufriedenstellend war. Marleen Hofstadler aus Kramsach, Mutter des fünfjährigen Julian mit Trisomie 21, kann aus ihrer Erfahrung die positiven Zahlen der Umfrage bestätigen: „Bis auf einen Ausfall konnte die Frühförderung regelmäßig aufrechterhalten werden.“ Dazu sei sie von der Leitung der Lebenshilfe in Kufstein aktiv und regelmäßig kontaktiert worden.

Geschäftsführer Willeit sieht trotz der positiven Umfrageergebnisse noch Optimierungsmöglichkeiten: „Rasches Handeln, schnelle Informationsweitergabe und noch bessere Einbindung sind die Faktoren, auf die es in Zukunft noch stärker ankommen wird, um die bestmögliche Begleitung von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen. (np)


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