70 Flüchtlinge retteten sich auf Ölplattform im Mittelmeer

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Tausende Menschen versuchen jedes Jahr, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Mehrere NGOs versuchen möglichst viele in Seenot geratene Flüchtlinge zu retten.
© VIRGINIE NGUYEN HOANG

Rom – Rund 70 in Seenot geratene Flüchtlinge haben sich auf einer Plattform des Ölkonzerns Shell im Mittelmeer in Sicherheit gebracht. Die Gruppe habe die ganze Nacht auf der rund 120 Kilometer vor der Küste Tunesiens gelegenen Miskar-Plattform verbracht, teilten Shell und die Betreiber des Rettungsschiffs "Louise Michel" am Dienstag mit. Die Migranten erhielten Wasser, Nahrungsmittel und trockene Kleidung, so Shell. Anschließend wurden sie an die tunesische Küstenwache übergeben.

Eine weitere Gruppe von 31 Menschen, deren Holzboot bei schlechtem Wetter auf dem Mittelmeer trieb, wurde den Angaben zufolge von der Besatzung der "Louise Michel" gerettet. Die "Louise Michel" ist ein 30 Meter langes früheres Marine-Schiff, das vom britischen Künstler Banksy verziert wurde. Auf dem Mittelmeer kreuzen mehrere Rettungsschiffe. Tausende Menschen versuchen jedes Jahr, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

Im vergangenen Jahr gelang es 115.000 Flüchtlingen, über das Mittelmeer nach Italien, Griechenland, Spanien, Zypern und Malta zu kommen. Nach Schätzungen des UNO-Flüchtlingshilfswerks kamen 1.800 Menschen dabei ums Leben oder gelten als vermisst. (APA/AFP)


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