Klare Niederlage gegen Bozen: Luft für Haie wird immer dünner

Viele (Corona-)Ausfälle und schwere Fehler – ersatzgeschwächte Innsbrucker Haie standen beim 1:4 im Derby gegen Bozen auf verlorenem Posten.

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Der Blick bei den Haien ist gegenwärtig nach unten gerichtet – die Verletzun­g von Dario Winkler (M.) passte da dazu.
© Rita Falk

Von Alex Gruber

Innsbruck – „Wir müssen es akzeptieren und stellen uns der Herausforderung“, ließ HCI-Obmann Günther Hanschitz am Dienstag den Sportsmann aus seiner Seele sprechen, dass die Liga auf eine Austragung der Partie gegen Bozen bestand. Denn nach vielen Corona-Fällen (Goalie Tom McCollum, Tim McGauley, Clemens Paulweber, Daniel Jakubitzka und Youngster David Lupinski/Kontaktperson) sowie der Schulterverletzung von Antonin Boruta pfiffen die Haie aus dem letzten Loch. Das verriet schon ein Blick aufs Line-Up, auf dem der Langzeitverletzte Luis Ludin (wechselte sich beim Comeback in der dritten Angriffsreihe mit dem guten Luca Muigg ab) vorab als sechster Verteidiger geführt wurde. Die Option, Co-Trainer Flo Pedevilla wieder in den Dress zu stecken, wurde (vorerst) verworfen. Zu gut ist die Liga, zu groß die Verletzungsgefahr.

Dass die Haie nach 61 Sekunden mit 0:1 in Rückstand lagen, ließ sich nicht mit den Personalsorgen erklären. Und auch nur äußerst bedingt mit der Tatsache, dass Ben Betker nach einem Magen-Darm-Virus geschwächt auflief. Die Vorlage des Kanadiers auf Bernard war ein klassisches Black-out, das sich nur vier Minuten später und elf Sekunden nach dem 1:1-Ausgleich durch Nico Feldner wiederholen sollte. So wurde Bozen auch das 1:2 auf dem Silbertablett serviert, bei weiteren Fehltritten bewahrte René Swette die Hausherren vor einem größeren Rückstand „Die Fehler haben nichts mit Covid zu tun“, schüttelte Vorstandsmitglied Markus Bär nach 20 Minuten den Kopf.

Die Innsbrucker fanden im zweiten Drittel zunächst ganz gut in die Partie, mussten dann nach einem Check aber auch noch auf den angeschlagenen Dario Winkler verzichten. Und ein verdeckter Schuss von Plastino bedeutete das 1:3 (28.). Eine Oscar-reife Rettungstat von Swette (30.) folgte. Die Haie wehrten sich bei der „Mission: impossible“ tapfer. Nach dem vierten Gegentreffer im Schlussdrittel war der Fall aber sogar für jene, die an Eishockey-Wunder glauben, erledigt.

Nach der vierten Niederlage in Serie gerät sogar ein Platz im Pre-Play-off (Top Ten) in Gefahr. Am Donnerstag kommt Villach in die Tiwag-Arena. Es heißt jetzt Hände falten und beten. Die Frage, wie sinnvoll und (un-)fair der Spielbetrieb in der ICE Hockey League unter den gegenwärtigen Umständen für Spieler wie Fans (2-G-plus-Regel) ist, bietet viel Stoff zum Diskutieren.

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Ergebnisse, 35. Runde

Graz99ers - Fehervar verschoben

Vienna Capitals - Black Wings Linz verschoben

EC Red Bull Salzburg - Olimpija Ljubljana verschoben

VSV - KAC 4:3 n.V. (1:0,2:1,0:2,,1:0)

HC Innsbruck - HCB Südtirol 1:4 (1:2,0:1,0:1)

Pustertal Wölfe - Dornbirn Bulldogs 5:2 (3:1,1:1,1:0)


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