Von Elba nach Turin: Duo „Anger“ für Österreich zum ESC?

Hat Österreich für 2022 bereits einen ESC-Kandidaten? Das Netz sagt, das Südtiroler Duo „Anger“ hat die besten Chancen.

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Nora Pider und Julian Angerer sind seit 2017 als Duo „Anger“ unterweg­s. Auch privat gehen die Südtiroler gemeinsame Wege.
© Plank

Innsbruck – Ihr „Baby“ stand 2019 an der Spitze der FM4-Charts. Einen Amadeus haben sie 2020 eingeheimst. Jetzt haben Anger die besten Chancen, für Österreich beim kommenden ESC in Turin anzutreten – spekuliert das Netz. Gemunkelt wird in der Szene schon länger. Ein deutscher ESC-Nachrichtenblog listet nun vier mögliche Kandidaten auf. Dass es eine Shortlist von vier Acts gibt, verriet ESC-Scout Eberhard Forcher bereits im Dezember in einem Podcast zum Song Contest. Ebenso, dass er Bilderbuch für eine Teilnahme nicht gewinnen konnte. Die besten Chancen auf eine Turin-Reise sieht „ESC kompakt“ bei Nora Pider und Julian Angerer von Anger, während Candlelight Ficus, Deladap und LUM!X das Nachsehen haben sollen.

Sängerin Nora Pider wollte sich gestern auf Nachfrage der TT nicht zu den Gerüchten äußern. Aber Pider verweist auf den 16. Jänner, an dem die Entscheidung zum diesjährigen Song Contest fallen wird.

📽️ Video | Elba (OFFICIAL VERSION)

Passen würde die Teilnahme von Anger am Turiner ESC – zumindest sprachlich. Schließlich veröffentlichte das Duo mit „Elba“ im vergangenen Sommer seine erste italienische Nummer. Der Sprachmix zwischen Deutsch, Englisch und Italienisch ist aber bereits im Debütalbum „Heart/Break“ (2019) Programm. Dass ihr Elektropop nicht nur ins Ohr, sondern auch in die Beine geht, bewiesen Anger zuletzt auch in Innsbruck. Hunderte feierten ihren Auftritt beim letzten „Alles Gute“-Festival vor dem Tiroler Landestheater.

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Die ganz große Bühne würde Anger in Turin erwarten. Austragungsort des europäischen Musikbewerbs ist die Pala Olimpico, eine Halle, die 15.000 Leute fasst. Bei einem durchschnittlichen ESC-Finale kommen da auch noch ca. 180 Millionen ZuschauerInnen vor den Bildschirmen dazu. 41 Länder treten heuer beim Song Contest an. Dass der ESC in Italien ausgetragen wird, ist übrigens Måneskin zu verdanken. Mit „Zitti e buoni“ holte die Formation nach 1964 und 1990 den Sieg zum dritten Mal nach Italien. Österreichs Kandidat Vincent Bueno konnte sich 2021 nicht fürs Finale qualifizieren.

Über Österreichs ESC-Kandidaten entscheidet seit Jahren der ORF bzw. ein ExpertInnen-Gremium rund um Radio-Urgestein Eberhard Forcher. Ob Anger 2022 ein Ticket nach Turin lösen können, zeigt sich kommende Woche. Bis dahin sei ihr Hit „Baby“ empfohlen. Auch dort gilt: „ Wunder dich nicht, was alles möglich ist.“ (bunt)


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