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Omikron hat Österreich im Griff: 30.000 Neuinfektionen pro Tag drohen

Die Omikron-Variante hat Österreich fest im Griff und könnte die täglichen Fallzahlen kommenden Mittwoch sogar auf bis zu 32.000 anschnellen lassen. Da Omikron bisher zu weniger Hospitalisierungen führt als Delta, fallen die Prognosen für die Spitäler vergleichsweise niedriger aus. Das wird sich allerdings bis Ende des Monats ändern, falls die Experten – einmal mehr – recht behalten.

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Die Omikron-„Wand“ wird die Delta-Variante in ganz Österreich verdrängen bzw. ganz ablösen.
© Thomas Böhm

Wien – Der bisherige Rekordwert von 17.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, der am Mittwoch in Österreich verzeichnet wurde, dürfte in den kommenden Tagen pulverisiert werden. Davon ist das Covid-Prognosekonsortium überzeugt. Die Experten gehen in ihrer aktuellen Einschätzung davon aus, dass demnächst bis zu 30.000 neue Fälle pro Tag erreicht werden könnten.

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Wahrscheinlich werden spätestens zu Beginn der kommenden Wochen die täglichen Fallzahlen über der Grenze von 20.000 zu liegen kommen. Am 19. Jänner werden sie mit ziemlicher Sicherheit darüber liegen. Als Mittelwert werden vom Prognosekonsortium für kommenden Mittwoch 24.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden angenommen, als Obergrenze scheinen in der Prognose sogar 32.000 neue Fälle auf. Das würde beinahe einer Verdoppelung der Fallzahlen innerhalb einer Woche entsprechen. Mit seiner bisher letzten Berechnung hatte das Konsortium in der Vorwoche fast punktgenau das errechnete oberste Limit – eben die nunmehr erreichten 17.000 – getroffen.

Höchste Sieben-Tage-Inzidenz wohl in Salzburg, gefolgt von Tirol

Was die einzelnen Bundesländer betrifft, dürften allein in Wien in der kommenden Woche mehr als 7000, möglicherweise sogar über 10.000 Corona-Fälle pro Tag hinzukommen. In Nieder- und Oberösterreich und Tirol ist jeweils mit deutlich mehr als 3000, schlimmstenfalls mit bis zu 4200 nachgewiesenen Neuinfektionen pro Tag zu rechnen. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, Anm.) wird am kommenden Mittwoch im bevölkerungsärmeren, daher bei den absoluten Fallzahlen begünstigten Salzburg erwartet. Sie dürfte zwischen 2600 und 4100 zu liegen kommen. Auf den Plätzen folgen Tirol und Wien mit einer erwarteten Inzidenz zwischen 2300 und 3800 bzw. 2200 und 3700. Die niedrigsten Inzidenzen werden dem Burgenland und der Steiermark mit Werten zwischen 750 und 1200 bzw. 900 und 1500 vorhergesagt. Österreichweit ist für 19. Jänner von einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 1500 und 2500 auszugehen – gegenwärtig hält man bei 835,8. Sie wird sich also innerhalb einer Woche verdoppeln.

Omikron wird Delta verdrängen

Die Omikron-Variante, die in Wien bereits mehr als 95 Prozent der nachgewiesenen Corona-Fälle ausmacht, wird in ganz Österreich die Delta-Mutation des Coronavirus verdrängen bzw. ganz ablösen. Bezogen auf das ganze Land, dominiert sie jetzt schon das Virusgeschehen. Neun von zehn Infektionen gehen auf die Kappe der hochinfektiösen Variante. Da Omikron bisher zu weniger Hospitalisierungen führt, "fallen die Prognosen des Spitalsbelags aufgrund der reduzierten Virulenz vergleichsweise niedriger aus, als dies bei vorangegangenen Wellen und vergleichbaren Fallzahlen der Fall war", hält das Prognosekonsortium fest. Zurückgeführt wird das von den Experten auf einen Rückgang der Virulenz der Omikron-Variante gegenüber der Delta-Variante um 80 Prozent sowie den Umstand, dass sich vor allem auch doppelt geimpfte sowie jüngere Personen infizieren.

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Ende Jänner spürbarer Anstieg der Covid-Patienten in Spitälern erwartet

Das bedeutet für die Spitäler, dass bis kommenden Mittwoch auf den Covid-Stationen zunächst mit keinem weiteren Anstieg zu rechnen ist. Das wird sich allerdings bis Ende des Monats ändern, falls die Experten des Prognosekonsortiums – einmal mehr – recht behalten. Demnach ist auf den Normalstationen am 19. Jänner von 650 bis zu 900 Patientinnen und Patienten mit Covid-19 auszugehen, auf den Intensivstationen von 200 bis 250. Derzeit werden 242 Covid-Patientinnen und Patienten intensivmedizinisch betreut und 667 auf Normalstationen.

Gegen Ende Jänner hin sollten die Spitalszahlen dann wieder in die Höhe gehen. Das Konsortium hat berechnet, dass in zwei Wochen wieder bis zu 330 schwere Covid-Fälle intensivmedizinischen Betreuungsbedarf haben könnten. Auf den Normalstationen ist ein Anstieg auf 830 Covid-Patientinnen und -Patienten so gut wie sicher, schlimmstenfalls könnten es auch 1500 sein.(APA)


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