VCÖ fordert mehr Rücksicht auf Ältere

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Auf mehr Schutz für ältere Verkehrsteilnehmer pocht der VCÖ und schlägt etwa ein generelles Tempo 30 im Ortsgebiet vor.
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Innsbruck – Im Tiroler Straßenverkehr kamen vergangenes Jahr fünf Fußgängerinnen und Fußgänger ums Leben. Laut Analysen des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) auf Basis der Daten des Innenministeriums waren alle Todesopfer über 60 Jahre alt, drei von ihnen älter als 75.

„Das Verkehrssystem nimmt auf ältere Menschen zu wenig Rücksicht“, kritisiert VCÖ-Expertin Lina Mosshammer. Zusätzlich müsse das Verkehrssystem fehlertoleranter werden – ein Fehler dürfe nicht mit schwersten oder gar tödlichen Verletzungen bestraft werden. „Es braucht mehr Maßnahmen, die die Mobilität für ältere Menschen und somit für alle sicherer machen“, betont sie.

Im Ortsgebiet erhöhe vor allem mehr Verkehrsberuhigung die Verkehrssicherheit. Je mehr Alltagswege im Ort zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt werden, desto höher die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger, insbesondere für ältere Menschen und Kinder, so der VCÖ. Als Höchstgeschwindigkeit sollte im Ortsgebiet Tempo 30 die Regel und Tempo 50 die Ausnahme sein. Wichtig sind zudem übersichtliche Straßenübergänge sowie ausreichend breite und barrierefreie Gehsteige. Bei Fußgänger-Ampeln ist es für ältere Menschen wichtig, dass diese ausreichend lange Grünphasen und kürzere Rotphasen haben, so die Expertin. (TT)


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