Zu Bildern transformierte Gedankenwelten: Georg Salner stellt in Imst aus
Imst – Der aus Galtür stammende und in Wien lebende Georg Salner zählt zweifelsohne zu jener Kategorie von Künstlern, für welche es nicht die Aufgabe von Kunst ist, Menschen glücklich zu machen, sondern sie etwas spüren zu lassen, sie zum Denken anzuregen.
Die impulsive Geste entspricht nicht dem Arbeitsansatz Salners. Sein Werk ist das Ergebnis tiefster Denkprozesse, penibelster Recherche und deren akribische Übersetzung in eine entsprechende Bildsprache. Dafür scheut er keinen Zeitaufwand und arbeitet mitunter über Wochen an einem Werk. Dass seine Arbeiten dann doch „glücklich“ machen, liegt an der ungemeinen Ästhetik und dem den Werken immanenten Potenzial, die Neugier des Betrachters zu wecken.
Eine schon lange geplante Ausstellung des Konzeptkünstlers in der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann Imst konnte nun umgesetzt werden und ist unter dem Titel INSTAGRAMM seit Freitag zu sehen. Mit einer Zusammenschau verschiedenster Arbeitszyklen gibt Salner Einblick in seine vielfältigen Gedankenwelten, die sich im Nebeneinander der Präsentation erschließen.
Zur Ausstellung
Städtische Galerie Theodor von Hörmann Imst
Stadtplatz 11
Do – Sa, 14 – 18 Uhr, an Feiertagen geschlossen.
Die Serie Codierte Kunst etwa bezieht sich auf das Alphabet, unser Ziffernsystem und generell auf grafische Strukturen, die unseren Alltag beherrschen. Mathematische bzw. grammatische Regeln dafür liegen im Auge des Betrachters. Eine Serie von 12 ikonischen Miniaturen mit dem Titel The Alphanumerical Monsters (black&gold) ist eine Hommage an das griechisch-römische Alphabet und die indo-arabische Ziffernreihe als geschichtsträchtige Metaphern. Zahllose textile Bänder verschiedenster Stärke, farblich abgestimmt, reiht Salner großformatig in der Serie SONIC STRAPS.
Bei der Werkreihe PIC.INDIVIDUAL handelt es sich, wie der Titel verrät, um Werke mit großer inhaltlicher Freiheit in Technik und Ausführung. THE NEW (UN)CONCIOUS NO.THINGS schließlich sind Salners neueste grafische Blätter, jegliche grafische Raffinesse auskostend, realisiert mit Rapidograph auf Bristolkarton. (hau)
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