Entgeltliche Einschaltung

Kitz-Gams statt Krücken für Kilde: "Unglaublich, ich bin so stolz!"

In der ersten von zwei Abfahrten erfüllte sich Aleksander Aamodt Kilde den großen Traum vom Streif-Sieg. Der Norweger verwies die Franzosen Johan Clarey (+ 0,42 Sekunden) und Blaise Giezendanner (+ 0,63) auf die weiteren Podestplätze. ÖSV-Star Matthias Mayer musste seinen Platz am Stockerl spät räumen.

  • Artikel
  • Diskussion
Aleksander Aamodt Kilde feierte mit Team und Goldener Gams seinen Sieg.
© EXPA/JOHANN GRODER

Kitzbühel – Aleksander Aamodt Kilde hat seinen ersten Sieg auf der Streif gefeiert. Der Norweger verwies in der Freitag-Abfahrt bei seinem sechsten Saisonsieg die Franzosen Johan Clarey (+0,42 Sek.) und Blaise Giezendanner (+ 0,63 Sekunden) auf die weiteren Plätze. Im verkürzten Rennen mit Start ab oberhalb der Mausfalle landete vor 1000 Zuschauern Matthias Mayer (+ 0,67 Sekunden) als bester ÖSV-Läufer auf Rang vier. Giezendanner hatte den Kärntner mit der hohen Startnummer 43 noch vom Podest geschubst.

Entgeltliche Einschaltung
Unglaublich, dass ich so schnell gewesen bin. Es war so geil zu fahren. Ich bin so stolz.
Aleksander Aamodt Kilde, Kitz-Sieger

Kilde konnte es sich bei der neu gesteckten Passage am Hausberg leisten, die Linie nicht optimal erwischt zu haben, hatte er doch bei der vierten Zwischenzeit bereits 1,24 Sekunden Vorsprung auf den zu diesem Zeitpunkt führenden Mayer. Letztlich blieben dem Skandinavier immer noch knapp sieben Zehntel Guthaben. Im Vorjahr verpasste er die Hahnenkammrennen nach dem kurz vorher erlittenen Kreuzbandriss. "Unglaublich, dass ich so schnell gewesen bin. Es war so geil zu fahren. Ich bin so stolz." In der Früh habe er noch ein Foto von sich vor einem Jahr mir Krücken gesehen, jetzt stehe er als Sieger da.

Zu den großen Geschlagenen zählten Weltmeister Vincent Kriechmayr (13.), der Vorjahres-Doppelsieger Beat Feuz aus der Schweiz (8.) und der Südtiroler Dominik Paris (27.). Sehr gut schlug sich indes der Gesamtweltcupführende Marco Odermatt als Fünfter (+0,78).

Die Startnummer sieben von Mayer war "keine optimale", man habe das halt nicht gewusst, wie das Wetter werden würde. "Von der Seidlalm runter habe ich eine Topfahrt gehabt", stellte er trotzdem fest. Den dritten Platz wollte er lange nicht glauben, womit der zweifache Olympiasieger auch recht behalten sollte.

Jetzt einen von drei Weber Grill gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

1000 Skifans durften am ersten Renntag in Kitzbühel dabei sein.
© Thomas Böhm

Daniel Hemetsberger freute sich als Zehnter über eine "super Fahrt", er habe alles relativ gut erwischt, es sei aber noch Neuschnee drinnen gewesen. Um zwei Uhr Früh hatten die Streckenkommandos mit den Arbeiten begonnen und eine nahezu perfekte Piste hingestellt.

Vorläufer Hirscher fand die Streif "supercool"

Zu Sturz kam Daniel Danklmaier, der bei seinem Abflug ins Netz unverletzt blieb. Christian Walder war mit Startnummer 40 bis zur Traverse mit der drittbesten Zeit unterwegs, ehe er wegrutschte und ausschied.

Erneut als Vorläufer im Einsatz war Marcel Hirscher, der das "supercool" fand. Die Streif zu fahren sei immer der Traum gewesen, zu aktiven Zeiten aber nicht möglich gewesen. Ein Novum waren auch die Drohnenbilder ab dem Lärchenschuss.

📊 Weltcupwertungen Herren

🏆 Abfahrtsweltcup:

  • 1. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 405 Punkte
  • 2. Matthias Mayer (AUT) 352
  • 3. Beat Feuz (SUI) 337
  • 4. Marco Odermatt (SUI) 321
  • 5. Dominik Paris (ITA) 320

🔮 Gesamtweltcup:

  • 1. Marco Odermatt (SUI) 1120 Punkte
  • 2. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 785
  • 3. Matthias Mayer (AUT) 642
  • 4. Vincent Kriechmayr (AUT) 544
  • 5. Beat Feuz (SUI) 479

Es war am Freitag das fünfte Mal in diesem Jahrzehnt, dass der Abfahrtssieger nicht über die Originalstrecke ermittelt wurde. 2016 startete Peter Fill ebenfalls ab oberhalb der Mausefalle; 2012 beim Sieg von Didier Cuche wurde ab Alter Schneise gefahren; 2014 gewann Hannes Reichelt mit einer Fahrt über Hinterganslern statt Hausberg; 2015 siegte Kjetil Jansrud in einer "Sprint-Abfahrt" ab dem Seidlalm-Sprung. Sieben der nun zwölf Rennen seit 2012 konnten - teils auch nach Absagen in den Tagen davor - über die traditionelle Distanz von 3312 Meter ausgetragen werden. (APA, TT.com)

1. Abfahrt der Herren in Kitzbühel:


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung