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Drei Bewerber für Bürgermeistersessel in Kolsass

Amtsinhaber Klaus Lindner (Gemeinschaftsliste für Kolsass) trifft auf zwei Herausforderer: Mario Lindenthaler (Pro Kolsass) und Patrick Sporer (FPÖ).

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Bürgermeister Klaus Lindner (vorne Mitte) führt die "Gemeinschaftsliste für Kolsass" ins Rennen.
© Gemeinschaftsliste für Kolsass

Kolsass – Viel Bewegung herrscht vor den Wahlen in der Kolsasser Gemeindepolitik: Neben der "Gemeinschaftsliste für Kolsass" von Bürgermeister Klaus Lindner gehen zwei weitere, weitgehend neu formierte Listen mit eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. 2016 hatte es keine Gegenkandidaten zum amtierenden Ortschef gegeben.

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Klaus Lindner, der sein Amt vor knapp zwei Jahren von Langzeitbürgermeister Hansjörg Gartlacher übernommen hat, präsentiert einen Wahlvorschlag mit 26 Köpfen, wobei das "breit aufgestellte Team" aus unterschiedlichsten Berufsgruppen mit den verschiedensten Fachkenntnissen, ebenso aus allen Generationen und Bevölkerungsgruppen in Kolsass bestehe. Das Wahlprogramm umfasst insgesamt acht Schwerpunkte, eine zentrale Rolle spielen dabei unter anderem Regionalität und Nachhaltigkeit, der Ausbau des Angebots für Familien, Wohnraumschaffung, eine Breitbandoffensive oder Investitionen in generationengerechtes Wohnen. Aktuell hält Lindners "Gemeinschaftsliste" neun von 13 Sitzen im Gemeinderat.

Mario Lindenthaler ist Bürgermeisterkandidat von "Pro Kolsass".
© Lindenthaler

Die Gruppe "Pro Kolsass" geht als komplett umstrukturierte Nachfolgeliste des Teams "SPÖ + Parteifreie Kolsass" an den Start, "überparteilich" und "unabhängig" ausgerichtet, wie Bürgermeisterkandidat Mario Lindenthaler betont. Der am BKH Schwaz tätige Radiologietechniker führt die Liste vor Simon Grubinger, Julia Proxauf, Madeleine Nitsch-Meyer und Bruno Gostner an. Ziel sei, dass der Kolsasser Gemeinderat künftig "etwas bunter gemischt" ist, so Lindenthaler, man hofft daher auf ein viertes, eventuell fünftes Mandat. Als wichtige Themen nennt Pro Kolsass u. a. den Verkehr (gemeindeübergreifendes Verkehrskonzept mit Einbindung der Betroffenen, Verkehrsberuhigung und Spielstraßen, Verlagerung des Durchzugsverkehrs auf die B 171) oder Nachhaltigkeit: So möchte man sich für Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden, die Förderung alternativer Energien, Park & Ride-Anlagen zum Anschluss an die Öffis, Ladestationen für E-Autos, Radabstellplätze und einen Elektroradverleih einsetzen. Zu BM Lindner habe er eine gute Basis, um "miteinander Ideen und Lösungen fürs Dorf zu finden".

Auch die FPÖ mit BM-Kandidat Patrick Sporer (M.), Josef Weinseisen (l.) und Gerold Jandl ist schon in den Wahlkampf gestartet.
© FPÖ

Mit einem neuen Gesicht an der Spitze geht auch die FPÖ - freiheitlich-unabhängige Liste Kolsass in die Wahlen: Patrick Sporer stellt sich als Listenerster und Spitzenkandidat der Wählerschaft und leitet damit einen gewissen Generationenwechsel ein. Der langjährige Gemeinderat Josef Weinseisen folgt auf Platz zwei, dahinter der Unternehmer Gerold Jandl. Sporer gibt als Ziel aus, "das eine Mandat zu halten und die Zahl der Sitze eventuell auszubauen" sowie, gemeinsam mit Pro Kolsass, die absolute Mehrheit der Bürgermeisterliste zu knacken. (TT, md)


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